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Neuer Doyen für Frankfurts Konsuln

Stephan Siegler (von links nach rechts), Peter Feldmann, Doyen Manuel Adao Domingos und Manfred Niekisch. Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst) Stephan Siegler (von links nach rechts), Peter Feldmann, Doyen Manuel Adao Domingos und Manfred Niekisch.

Der Frankfurter Zoo ist das Zuhause für viele hundert Tierarten. Und er ist einer von Oberbürgermeister Peter Feldmanns Lieblingsorten in der Stadt. Aus diesem Grund lud er Vertreter des Hessischen Konsularischen Korps Frankfurt – Generalkonsuln und Honorarkonsuln aus mehr als hundert Ländern – in den Vorgarten des Zoo-Gesellschaftshauses zum jährlichen Treffen ein.

Und die Diplomaten hatten allen Grund zu feiern. Denn das Konsularische Korps hat einen neuen Doyen. Manuel Adao Domingos , der Generalkonsul der Republik Angola, tritt die Nachfolge von Aleksandra Djordjevic , Generalkonsulin der Republik Serbien, an. Seit sechs Jahren ist der 1959 geborene Domingos, der seit vergangenem Jahr auch Vize-Doyen war, im Amt, damit „Dienstältester“ Generalkonsul. Somit fiel ihm das Privileg zu, den Konsularischen Korps vorzustehen.

Domingos schildert seine Ziele, die er mit dem neuen Amt verfolgt. „Als Doyen möchte ich, dass wir Diplomaten uns noch besser kennenlernen“, schildert er seine Ziele. „Ich habe vor, dass sich alle meine Kollegen, die allesamt Weltbürger sind, in Frankfurt zu Hause fühlen“, so Domingos weiter, der ein Faible für Frankfurt hat, wie in seiner Rede deutlich wird. Man könnte auch sagen, dass er einen Narren an der Stadt gefressen hat. „Während ich früher sagte, ich mag Frankfurt, kann ich heute offenherzig sagen: ,Ich liebe Frankfurt.’“

Besonders angetan haben es ihm die Grünanlagen. „Dass die Stadt so grün ist, finde ich einfach wundervoll“, sagt Domingos. „Sie können aus dem Haus gehen und sind dann unmittelbar mit der Natur verbunden. Da stehen Bäume, da fließt ein Fluss, ob groß, ob klein“, schwärmt her. „Wenn ich morgens das Fenster öffne, höre ich die Vögel zwitschern. Ich befinde mich also mitten in einer europäischen Großstadt und gleichzeitig doch auf dem Land. Das ist unbeschreiblich schön. Auf der Welt findet man nicht viele solche Städte, die dieses bieten.“

Das Hessische Konsularische Korps Frankfurt zählt mehr als hundert Berufs- und Honorarkonsulate. Frankfurt ist damit der zweitgrößte Konsularstandort in Deutschland. Zu den mehr als 150 Gästen des Abends aus Wirtschaft, Kultur, den Kirchen, dem Militär und der Politik zählten auch Polizeipräsident Gerhard Bereswill und Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler .

Domingos weiß, dass er mit seiner Nachfolge in große Fußstapfen tritt. „Aleksandra Djordjevic kannte Deutschland sehr gut. Und ich sah sie handeln und habe viel von ihr gelernt“, so Domingos. „Sie war eine sehr erfahrene Diplomatin.“ Djordjevic sei auch eine sehr engagierte und einsatzfreudige Doyenne gewesen, berichtete Peter Feldmann in seiner Rede, der die Diplomaten eingeladen hatte. „Sie sorgte dafür, dass wir in Frankfurt zweimal im Jahr Weihnachten feiern. Einmal nach katholisch-evangelischem Ritus, einmal nach dem orthodoxen Ritus“, so der Rathauschef.

„Mein Land erhält sehr bald eine neue Regierung, deshalb erwarten wir, dass es hoffentlich im Laufe des nächsten Jahres einige Veränderungen geben wird – aber man weiß nie“, antwortet Domingos auf die Frage, wie lange seine Amtszeit in der Mainmetropole noch betragen wird. Da gilt es, die Feste zu feiern, wie sie fallen.

(es)
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