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Nicht gelaufen wie Schmitz’ Katze: Julian Smith schließt Imbiss

Gastronom Julian Smith serviert im neuen Lokal leichtere Kost. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Gastronom Julian Smith serviert im neuen Lokal leichtere Kost.

Es war einfach der falsche Ort für das schöne Konzept“, erklärt Gastronom und DJ Julian Smith das Ende seines Imbisses „Schmitz“ gegenüber der Alten Oper, der für Pulled Pork und Spare Rips bekannt war. „Wir hatten zwar viele BBQ-Fans, aber den Bedürfnissen des Umfelds mit seinen vielen Büros wurde das Lokal letztlich nicht gerecht“, so der 42-Jährige.

Angemerkt sei, dass der würzige Duft aus der Küche nicht jedem „schmeckte“. „Das typische, stundenlange Garen des Fleisches im Smoker war doch sehr geruchsintensiv. Es kam vor, dass sich die Nachbarn beschwerten“, sagt Gastronom Smith.

Außerdem sei der Aufwand enorm, „allein die Reinigung des Smokers dauerte täglich mehrere Stunden“. Dennoch wünscht sich Julian Smith für die vielen Fleischliebhaber in Frankfurt eine Fortsetzung von Pulled Pork. „Wer diese Art Fleisch anbieten will, sollte das am besten in einer alleinstehenden Holzhütte tun“, gibt er interessierten Gründern mit auf den Weg.

Ein Allroundtalent wie Julian Smith lässt natürlich nicht einfach ein Lokal verschmoren, sondern zieht beizeiten die Reißleine und holt sich etwas völlig Neues ins Haus. Neues Konzept, neues Innendesign. „Die Chinaski Tagesbar ist mein aktuelles Baby“, sagt er mächtig stolz und erklärt: „Wir pflegen hier die südliche Aperitivo-Kultur“.

Im Viertel gäbe es viel Business, und da sei ein schnelles Frühstück oder leichterer Alkohol, wie etwa bei einer Geschäftsbesprechung, gefragt. Und Angst vor einer mittäglichen Alkoholfahne müsse hier niemand haben, dafür gäbe es auf Wunsch das Bier im 0,1-Liter-„Pfiff“-Glas.

Zwar ist die Bar mit kleiner Außenbewirtung schon geöffnet, aber ein krachendes Opening nach den Sommerferien lässt sich der Gastronom nicht nehmen.

Bei der Party wird der DJ auflegen, und nach 22 Uhr geht es nahtlos im gleichen Haus in der Keller-Tanzbar Chinaski weiter, gleichsam das „Mutterschiff“ des neuen Gastro-Projekts.

„Die sympathische Tradition, sich mittags oder abends in Bars mit Freunden zu treffen, einen Drinks zu nehmen und kleine Snacks zu essen, wollen wir mit der Tagesbar in Frankfurt neu etablieren und das natürlich mit dem gewohnten Chinaski-Charme.“

Nachmittags ein frisch gezapftes Bierchen in der Tagesbar, abends Cocktails im preisgekrönten Kult-Keller, das klingt ganz nach einem „flüssigen Übergang“ im Bankenviertel.

(fai)
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