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Pannen, Preis und Power-Zauberei

„Magischer Zirkel“-Vizepräsident Andreas Fleckenstein überreicht die Auszeichnung an Andreas und Chris Ehrlich (v.l.). Foto: Maik Reuß „Magischer Zirkel“-Vizepräsident Andreas Fleckenstein überreicht die Auszeichnung an Andreas und Chris Ehrlich (v.l.).
Frankfurt. 

Da half auch kein Zauberstab, die beiden Premierenvorstellungen der „Ehrlich Brothers“ am Dienstag in der Fraport Arena hatten ihre technischen Tücken. Am Nachmittag ging der Vorhang nicht auf, Tricks gingen schief, und abends gab es obendrein noch einen Kabelbrand. Dabei hatte alles so glücklich begonnen. Die Zauberbrüder Andreas (38) und Chris Ehrlich (34) wurden vom „Magischen Zirkel in Deutschland“ nach 2004 und 2013 zum dritten Mal als „Magier des Jahres“ ausgezeichnet.

„Das setzt einem traumhaften Jahr die Krone auf, wir fühlen uns sehr geehrt“, freuten sich die sympathischen Illusionisten über den erneuten Titel, der als Oscar der Zauberkunst gilt. Im Sommer hatte das Duo aus Nordrhein-Westfalen mit seiner Show in der Commerzbank-Arena einen Weltrekord („Die meisten Menschen bei einer Zaubershow“) aufgestellt, eine eigene TV-Show erlangte Spitzenwerte, und die letzte Tournee haben fast eine Million Menschen live gesehen.

Alles in allem gute Gründe für einen weiteren Zacken in der Erfolgskrone. Zu früh gefreut, zum Tourneestart der neuen Zaubershow „Faszination“ in der fast ausverkauften Frankfurter Halle war wie von Geisterhand der sprichwörtliche Wurm drin. Sie seien erleichtert, die Vorstellungen durchgezogen zu haben, und zugleich erschöpft, sagten die Zauberer am Morgen danach. „Ein Kraftakt. Vor allem der Kabelbrand im hinteren Bühnenbereich wirbelte die Show ein bisschen durcheinander, und auch der Ablauf war noch nicht ganz perfekt“, erläuterte Chris Ehrlich und versprach: „Wir schauen nach vorne und feilen mit Hochdruck an der Show, damit so etwas nicht mehr vorkommt.“ Die 3700 Zuschauer in jeder Vorstellung blieben cool und honorierten, wie lässig die Magier die Premierenpannen überspielten.

Das Ergebnis dieser Anstrengungen werden auch die heutigen zwei Shows in der Fraport Arena zeigen, danach reisen die Zauberer und das 60 Mann starke Team weiter nach Wetzlar. Bis Mai 2017 stehen über 100 Vorstellungen quer durch Deutschland an. Gewohnt spektakulär punkten die Magier auf der Bühne, da erscheint etwa ein Monstertruck wie aus dem Nichts oder einer der Brüder wird „geschrumpft“.

Die „Ehrlichs“ lieben wie immer das Extreme und sind doch absolut familientauglich. „Im Vordergrund unserer Shows steht das durchaus kindliche Staunen, und die Magie vereint die Menschen. Es geht um Emotionen, die berühren, und nicht darum, auf Teufel komm’ raus Party zu machen“, so Chris Ehrlich. Den Teufel besser nicht beschreien, wenn es bei der Premiere hinter der Bühne kokelt.

Einen neuen Coup haben die „Ehrlich Brothers“ schon im Zauberhut, am 15. und 20. Oktober werden sie erneut in der Fraport Arena gastieren und, Simsalabim, die Show komplett in englischer Sprache durchziehen. „Wir haben Anfragen aus dem Ausland. Eine Tournee über Europa hinaus wäre schön, doch Las Vegas reizt uns nicht so sehr wie etwa Japan“, verrät Chris Ehrlich. Konkret geplant sei aber noch nichts. Doch der Frankfurter Auftritt im Herbst werde aufgezeichnet und ist damit attraktiv für ausländische Fernsehsender.

Was machen die Power-Zauberer an Silvester? „Nach der Show in Oberhausen feiern wir mit der Crew, Freunden und der Familie. “

(fai)
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