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Stadtgeflüster: Patrick will in den Schlager-Himmel

Schlagersänger Patrick Himmel auf dem Eisernen Steg. Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst) Schlagersänger Patrick Himmel auf dem Eisernen Steg.

Schlagerstar Michelle lässt auf sich warten. Während die Sirene sich noch auf der Anfahrt befindet, heizen Patrick Himmel und seine Höllenhunde dem Publikum beim Eschersheimer Wochenende ein. Das ist ein seltenes Bild. Denn der Frankfurter Bub Himmel steht sonst meist ohne Begleitband vor den Zuhörern, den Schlagerfans. Seit sechs Jahren macht der 33-Jährige nun Schlager. Doch damit angefangen hat er nicht. Der „harte“ Hip-Hop hatte es ihm in jungen Jahren angetan. Und nicht selten saß er bei Produzenten wie Moses Pelham herum, um ihn seine Songs vorzustellen. „Ich weiß gar nicht, ob Moses sich noch an mich erinnert“, sagt Patrik.

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Jedenfalls blieb er dran und hatte zwei Kumpels, mit denen er bei einem Hip-Hop-Jam in eines Szene-Club einen Auftritt hatte. Das erste und einzige Hip-Hop-Konzert, das er in seinem Leben gab. „Das ging mächtig in die Hose“, erinnert er sich. Später besann er sich auf seine anderen Tugenden. Als Jugendlicher verfasste er Gedichte, um diese den Mädchen zu schenken. Aus den Gedichten wurden schließlich Liedtexte. Später versuchte er es mit Arbeitskollegen in einer Band.

Doch erst der Zufall brachte ihn wirklich weiter. „Ich weiß noch, dass ich in einem Tonstudio war, wo wir Werbeaufnahmen machten“, erinnert er sich. Da fasste er sich ein Herz und gab dem Produzenten einen seiner Texte zu lesen. „,Das ist halt Schlager’, hat er zu mir gesagt“, erzählt Himmel, dem der Produzent noch einen Tipp mit auf den Weg gab: „Wenn’s dir Spaß macht, dann mach’ es.“ Und so produzierte Patrick Himmel Demos, tingelte ein Jahr durch die Republik und hatte – relativen – Erfolg. Bis heute blieb her hartnäckig. Das zahlte sich aus.

Stefan Mross ist auch dieses Jahr wieder Gastgeber, wenn es im Europa-Park heißt „Immer wieder sonntags“. Bild-Zoom Foto: Patrick Seeger (dpa)
Stefan Mross ist auch dieses Jahr wieder Gastgeber, wenn es im Europa-Park heißt „Immer wieder sonntags“.

Highlight seiner bisherigen Laufbahn ist nun ein Auftritt am Sonntag, 8. Juli, bei der ARD-Live-Show „Immer wieder sonntags“. Patrick Himmel ist schon ganz aufgeregt. Zwar ist er nicht fernsehunerfahren. Vor fünf Jahren war er bei der Sommerhitparade zu sehen und zu hören. Aber ein wenig größer als sein erstes Erscheinen auf den Bildschirmen der Republik ist der Auftritt im Europapark in Rust, von wo aus die Sendung, die Stefan Mross moderiert, ausgestrahlt wird schon. „Bei Stefan habe ich auch schon mal im Vorprogramm gespielt. Und Stefanie Hertel war auch mit dabei“, erzählt er von einem anderen Auftritt beim Eschersheimer Wochenende vor ungefähr sechs Jahren vor gut 2000 Zuhörern.

Drei Minuten der Bekanntheit warten nun auf Patrick Himmel. So lange dauert sein Lied mit dem Titel „Alles“, das er dann am Sonntag präsentiert. Dabei hätte alles anders kommen können. Denn der junge Patrick war ein talentierter Torwart. Aber mit 18 entschied er sich gegen den Profisport und für die eine normale Tätigkeit.

Dann, vor sechs Jahren, entschloss er sich seiner eigentlichen Leidenschaft, der Musik, mehr Platz einzuräumen. Kurzentschlossen hängte er seinen Job bei einer Agentur an den Nagel und widmete sich fortan seinem Traum, Schlagersänger zu werden. Schließlich kam seine Tochter zur Welt und er beschloss, doch nicht nur eingleisig zu fahren, und gründete seine eigene Werbeagentur. Und da ist er nun bald im Fernsehen vor Millionenpublikum. Übrigens: Lieber hätte er einen anderen Song gespielt. „Du bist Perfekt“, den er für seine kleine Tochter schrieb, wäre sein Favorit gewesen. Es sollte aber nicht sein. Im Moment übt er fleißig für die Fernseh-Show. Sonntag werden ihn zwei Tänzerinnen begleiten. „Und drei Tage bevor es losgeht bin ich in Rust und übe.“

Patrick Himmel hat einen Traum: Er möchte überregionale Bekanntheit erlangen. Himmel, der Humor hat und ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Ich bin ein Geschenk des Himmels“ anfertigen ließ, ist auch Realist. „In meiner Kategorie gibt es so viele Schlagersänger.“ Da ist der Wettbewerb enorm. Aber er möchte alles daran setzen, „in die erste Liga der Schlagersänger“ aufzusteigen. Das gelinge nur, mit neuen Ideen und indem er eine Nische findet, in der er sich positionieren kann. Man kann gespannt sein.

(es)

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