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Verleihung in der Paulskirche: Paul-Ehrlich-Preis für Forscher-Ehepaar

Preisträgerin Prof. Dr. Yuan Chang & Prof. Dr. Patrick S. Moore mit ihrem Sohn Jackson Moore. Foto: Michael Faust Preisträgerin Prof. Dr. Yuan Chang & Prof. Dr. Patrick S. Moore mit ihrem Sohn Jackson Moore.
Frankfurt. 

Die gestrige Verleihung des Paul-Ehrlich- und Ludwig-Darmstaedter-Preises in der Paulskirche darf als gutes Omen gelten, denn viele der Wissenschaftler, die seit 1952 mit der hohen Auszeichnung geehrt wurden, erhielten später den Medizin-Nobelpreis. Die Chancen dafür stehen auch für die amerikanischen Forscher Yuan Chang (57) und Patrick S. Moore (60) bestens, gemeinsam entdeckte das Ehepaar an der Universität von Pittsburgh zwei Tumorviren und entwickelte Methoden, mit denen weitere solcher krebsauslösenden Erreger gefunden werden können. Der mit 120 000 Euro dotierte Preis würdigt die jahrelange Forschungsarbeit der beiden Pioniere, die vor 400 Gästen ihre Ergebnisse erläuterten. Die Pathologin Yuan Chang versäumte dabei nicht, auf ihre Herkunft hinzuweisen: „Ich kam als Immigrantin in die USA, meine Eltern, beide Lehrer in Taiwan, erhofften sich für ihre Kinder bessere Chancen.“ Außerdem gehörten zum Team, mit denen man arbeite, Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern, ergänzte ihr Ehemann und betonte: „Auch aus Mexiko“. Eine Spitze, die den Applaus der Gäste nach sich zog.

„Mehr für Geschichte“ als für die große Welt der Medizin interessiert sich der gemeinsame 16-jährige Sohn Jackson , der mitgereist war. Den Flug über den Atlantik hatte auch die Urenkelin von Paul Ehrlich gern in Kauf genommen, eigens für die Preisverleihung war die New Yorkerin Elizabeth Brody nach langer Zeit wieder in Deutschland. „Ich glaube nicht, dass wir uns ähnlich sind“, scherzte sie vor der Büste ihres Vorfahren. Sie kann noch einige Worte Deutsch.

Den Nachwuchspreis erhielt der Stammzellenforscher Volker Busskamp (36), dem es gelang, Nervenzellen zu künstlichen Schaltkreisen zu verknüpfen. Mit den Erkenntnissen daraus, gab er blinden Mäusen einen Teil ihrer Sehkraft zurück.

(fai)
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