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Ladenfläche an der Neuen Mainzer Straße: Präsentationsfläche für verrückte Sachen

Cem Mustafa Abaci eröffnet seinen Pop-Up-Store mit mehr als 800 Gästen.
Diesen ungewöhnlichen Schuhständer für den Abaci-Store hat die Architektin Oana Rosen entworfen. Stolz zeigt sie ihn bei der Eröffnung zusammen mit ihrem Freund Ulrich Höller. Foto: Bernd Kammerer (.) Diesen ungewöhnlichen Schuhständer für den Abaci-Store hat die Architektin Oana Rosen entworfen. Stolz zeigt sie ihn bei der Eröffnung zusammen mit ihrem Freund Ulrich Höller.
Frankfurt. 

Schuhe, Hemden, Kunstinstallation, eine Kinderkollektion und vieles mehr – das alles bieten Architektin Oana Rosen , Gestalterin Jasmin Kress , Industriedesigner Andrei Munteanu , Thommy Tritsch und Sabine Mühlbauer von Morgen Interiors, Künstler Luzius Ziermann , die Fotografen Daniel Woeller , Stefano Granata und Cem Yücetas und der Architekt Kay Mack jetzt an. Und zwar im Pop-Up-Store an der Neuen Mainzer Straße und unter der „Regie“ von Männerausstatter Cem Mustafa Abaci .

Ganz viel Arbeit, Zeit und Geld haben die Beteiligten in dieses Projekt investiert. „Ich mache das, weil es einfach Spaß macht“, erklärt Abaci. „Ich bin da irgendwie reingerutscht, als mir das Objekt angeboten wurde.“ Mit einem Bekannten sprach er öfter über die Pop-Up-Idee. „Das Besondere ist doch, dass es erstens ein Projekt auf absehbare Zeit ist, und dass man, zweitens, kein Budget hat.“ Da sind die kreativen Köpfe richtig gefordert. Denn für Abaci steht eins fest: „Mit viel Geld kann jeder etwas schaffen.“

Doch obwohl das Projekt auf einige wenige Monate befristet ist und „es schwierig ist, in die Zukunft zu schauen“, sagt Cem Mustafa Abaci: „Sollte es wirklich der Renner werden, würde ich den Laden wohl bis zum Sommer des kommenden Jahres weiterbetreiben.“ Erwartungen hegt der Modemann nicht. „Ich lasse es einfach geschehen und auf mich zukommen.“

Gestern ließ er zunächst mal die große Eröffnung auf sich zukommen. Und was für eine das war: Mehr als 800 Gäste tummeln sich auf den gut 200 Quadratmetern. „Ich bin total zufrieden“, sagt Cem Mustafa Abaci, der von allen nur nett „Musti“ gerufen wird. Er kann keinen Schritt zurücklegen, ohne eine Hand zu drücken, eine Wange zu küssen oder ein Geschenk entgegen zu nehmen.

„Musti ist ein sehr guter Freund von mir, deshalb mache ich mit“, sagt Oana Rosen, die die Aufgabe hatte, Schuhen eine Präsentationsplattform in diesem Laden zu geben. „Das war eine schöne Aufgabe, weil es auch eine Aufgabe von und für einen Freund war“, sagt die Architektin.

Sie zu erfüllen ist ihr bestens gelungen. Sie entwickelte eine Kreation aus Stangen verschiedener Längen, die aus einer Wand ragen, und so nicht nur als Regal für die Schuhe dienen, die horizontal oder vertikal ausgestellt werden können. Bei entsprechendem Lichteinfall werfen die Holzstangen auch Muster an die Wand.

„Für so verrückte Sachen bin ich einfach immer zu haben“, scherzt die Frau, die mit ihrem Freund Ulrich Höller , dem Vorstandsvorsitzenden der für das Maintor-Projekt auf dem ehemaligen Degussa-Areal verantwortlichen German Estate Group, bei der Eröffnung war. „Ich hoffe, dass das kein Pop-Up-Store bleibt, sondern zu etwas Festem wird“, sagt Oana Rosen. „Wir sind seit 18 Monaten zusammen“, sagt Höller und erzählt, wie sich das Paar kennenlernte. „Ich fand ihre Arbeit gut, kannte sie aber nicht“, erinnert er sich.

Neben der Mode stand zudem die Kunst im Zentrum der Aufmerksamkeit. Etwa die Installation von des Frankfurter Künstlers Luzius Ziermann, der durch seine Installation „Signatur des Lichts“ bekannt wurde. Er hat sein Werk „E.T.’s-Mind“ genannt, also „die Geisteshaltung von E.T.“, des außerirdischen Wesens, das einst Starregisseur Steven Spielberg erschuf. „Ich finde Abaci einfach klasse, deshalb mache ich mit“, sagt Ziermann. Doch nicht nur aus diesem Grund: „Ich nutze die fantastische Präsentationsfläche, die er uns hier bietet.“

(es)
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