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Promi-Aufgebot für den Dalai Lama

Schauspieler Ralf Bauer stattet dem Tibethaus in Frankfurt regelmäßig Besuche ab. Bilder > Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Schauspieler Ralf Bauer stattet dem Tibethaus in Frankfurt regelmäßig Besuche ab.

Der Dalai Lama stattet der Mainmetropole – mal wieder – einen Besuch ab. Von Dienstag, 12., bis Donnerstag, 14., September, gastiert Tenzin Gyatso, wie der Dalai Lama heißt, unter dem Motto „Offenheit, Dialog, Vertrauen“ in Frankfurt und eröffnet unter anderem das neue Tibethaus an der Georg-Voigt-Straße im Westend.

Weitere Programmpunkte sind eine Diskussion mit Schülern zum Thema „Zukunft gemeinsam gestalten“ oder ein Symposium mit renommierten Wissenschaftlern, durch das Fernsehmoderator Gert Scobel führt. Eines der Highlights ist das Benefizkonzert mit dem Titel „Sound of Compassion“ (deutsch: Klang des Mitgefühls), das am Donnerstagabend in der Jahrhunderthalle steigt.

Mit von der Partie sind Sängerin und Schauspielerin Yvonne Catterfeld , Rapper Curse , der tibetische Flötist Mawang Khechog , Musiker, Sänger und Cartoonist Loten Namling , Musikerin Serlha Tawo sowie Komponist und Trompeter Markus Stockhausen , der mit der Weltmusikgruppe „Eternal Voyage “ auftreten wird. Den Abend moderiert Schauspieler Ralf Bauer , der auch schon moderierte, als der Dalai Lama 2009 in der Commerzbank-Arena sprach. „An diesem Abend bringen wir das Gefühl des Himalaya in die Jahrhunderthalle“, prognostiziert Ralf Bauer. „Als das Tibethaus mich fragte, ob ich wieder moderieren wolle, habe ich mich sehr gefreut“, so Bauer, der sich bereits seit vielen Jahren für eine leidgeprüfte Tibetische Bevölkerung einsetzt.

„Der Anlass, dass der Dalai Lama kommt, ist ein großer. Aber es ist nicht wirklich ganz einfach, tibetanische Künstler zu promoten“, erklärt Bauer, der auch deshalb die Mischung aus deutschen, tibetischen und internationalen Musikern an diesem Abend für gut hält. Außerdem singt Liedermacherin Sarah Lesch . 30 Minuten stehen der 30-jährigen Leipzigerin zur Verfügung. Aber: „Ich bereite mich nicht eigens auf dieses Konzert vor.“ Vielmehr achte sie auf ihr „Bauchgefühl“. „Ich weiß auch noch nicht, welche Lieder ich spielen werde“, erklärt die Musikerin, deren neues Album „Da Draußen“ am Freitag erscheint. „Das entscheide ich erst vor Ort, wenn ich ein Gefühl für das Publikum bekommen habe“, erklärt sie.

„Das macht meine Musiker auch immer ein bisschen verrückt“, lacht sie. Auf ein Lied will sie allerdings nicht verzichten: „Testament“, das sie einst für ihren Sohn schrieb, das sich allerdings auch gegen die Verrohung in der Welt richtet und mit dem sie einige Preise gewann. Den Dalai Lama hat sie noch nie getroffen. Klar, dass sie sich freut, ihn zu sehen. Ob das allerdings an diesem Abend passieren wird, bleibt fraglich, denn der 82-Jährige pflegt sehr früh, gegen 16 Uhr, schlafen zu gehen. „Ich bin selbst keine Buddhistin, aber ich beschäftige mich mit dem Buddhismus“, erzählt sie. Am Konzert nehme sie auch teil, „weil ich es sehr gut finde, dass eine Institution damit unterstützt wird, die sich für den interkulturellen Dialog einsetzt“. Zugesagt habe sie auch, „weil ich mich mit dem, was der Buddhismus vertritt, identifizieren kann. Das passt zu mir und zu dem, was ich spüre“, sagt die Frau mit den vielen Dreadlocks, die von sich sagt, „dass ich sehr spirituell bin, ohne es in eine bestimmte Kategorie zu ordnen“.

Die Einnahmen des Benefizkonzerts möchte die Tibethaus Kulturstiftung, welche die komplette, dreitägige Veranstaltung auf die Beine stellt und Gastgebrin des Dalai-Lama-Besuchs ist, für verschiedene Projekte verwenden. „Die Hälfte der Einnahmen kommt dem Verein des Tibethauses Deutschland zugute“, erklärt Puntsok Tsering , Geschäftsführender Vorstand des Tibethaus Deutschland Vereins.

„Die übrigen 50 Prozent werden unter den Projekten ,Tibeter in Deutschland, Identität und Integration’, ,Schüler und Studenten im Tibethaus’ sowie für die Tibet-Bibliothek und das Forum ,Buddhismus im Dialog’ aufgeteilt“, so Tsering.

„Das Konzert bildet den kulturellen Höhepunkt und den Abschluss der Veranstaltung mit dem Dalai Lama“, sagt Tsering. „Sound of Compassion“ sei der unermüdlichen Arbeit des Dalai Lama für die tibetische Kultur und der Förderung von Toleranz gewidmet.

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