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Stadtgeflüster: Promis einmal anders fotografiert

Künstler Luzius Ziermann vor einem Foto der Grande Dame des deutschen Films: Hannelore Elsner. Bilder > Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Künstler Luzius Ziermann vor einem Foto der Grande Dame des deutschen Films: Hannelore Elsner.

Die Frankfurter Galeristin Barbara von Stechow ist glücklich. Seit vielen Jahren verfolgt sie das Schaffen des Künstlers Josef Fischnaller . „Vor zwei Jahren haben wir uns dann auch kennengelernt und ich habe gefragt, ob er bei mir ausstellen würde“, erinnert sich von Stechow. Fischnaller wollte, und gestern ging in der Galeria an der Feldbergstraße die Vernissage über die Bühne. Fischnaller, in Wien geboren, in Berlin lebend und arbeitend, verfügt über beste Verbindungen zum Film.

So kam es, dass er Schauspielerinnen wie Andrea Sawatzki , Alexandra Kamp und die Grande Dame des deutschen Films, Hannelore Elsner , vor die Linse bekam. Sie alle setzte er – mehr oder weniger bekleidet – imposant in Szene. Leider blieben die drei der Eröffnung gestern fern. Ausgestellt ist auch ein Bild mit Schauspielerin Sophie Rois als mordlüsterne Judith. Das Haupt des frisch geköpften Holofernes zeigt den Künstler selbst – Blutkragen inklusive. Dies ist das einzige Foto, auf dem Fischnaller selbst zu sehen ist. „Es war nicht einfach, dieses Bild zu machen. Denn Sophie Rois, mit der ich schon sehr lange befreundet bin, ist sehr beschäftigt und es hat sechs Monate gedauert, bis wir soweit waren“, berichtet Fischnaller. Die Porträtierten müssen übrigens zu ihm ins Studio kommen, „weil ich meine Umgebung brauche“.

„Für mich ist es mutig, eine solche Ausstellung anzubieten“, sagte Barbara von Stechow. „Weil ich nicht oft Erotik ausstelle“, so die Kunstfachfrau weiter. „Aber es ist eine wundervolle Ausstellung geworden, die in die Zeit passt. Und man muss als Galeristin auch mal einen Bruch ins eigene Programm bringen“, findet sie, die sich auch über die große Resonanz auf die Vernissage freute. Für von Stechow war es die erste Fischnaller-Schau und für Fischnaller war es die erste Ausstellung in der Mainmetropole und überhaupt sein erster Besuch in Frankfurt. Sonst präsentiert der ehemalige Modefotograf seine Werke in Berlin, Hamburg oder New York. „Ich gehe nicht offensiv auf Galerien zu, weil ich zu viel Angst vor Ablehnung habe“, berichtet der Mann, der Jahrgang 1964 ist.

Besonders in Manhattan habe er ziemlich viele Absagen erhalten, „so dass ich eine ziemlich schlechte Phase durchlebt habe“, erinnert er sich. Die ist lange vorbei. Schließlich arbeitet er an dieser Serie, zu der vor kurzem das Buch mit dem Titel „Prächtig“ erschienen ist, bereits seit mehr als sieben Jahren. Der Clou: Fischnaller kennt die Porträtierten alle und ist mit ihnen befreundet. Das sei ein wichtiger Faktor. Seine Absicht sei, „dass die Menschen sich in 60 oder hundert Jahren die Bilder anschauen, so wie wir heute Bilder von Künstler aus der Renaissance betrachten“.

Zu sehen sind die Fotos in der Feldbergstraße 28 noch bis zum Januar.

(es)
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