E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 28°C

Stadtgeflüster: Promis servieren beim Osterbrunch

Mirko Reeh unterstützt gern die Aktion. Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst) Mirko Reeh unterstützt gern die Aktion.

Ganze 580 Portionen gekochte Ochsenbrust, grüne Soße und Salzkartoffeln hat das Team um Patrick und Dennis Hausmann für den sechsten Osterbrunch für Obdachlose in ihrem Festzelt auf der Dippemess’ zubereitet. Mit bedient haben Initiator Bernd Reisig , Bürgermeister Uwe Becker (CDU) und Promi-Koch Mirko Reeh .

Die Bänke im Hausmannzelt sind fast voll besetzt mit Männern und Frauen, die sich Cola, Wasser und Limo einschenken, während die „Alan Best Band“ den Titel „Country Road“ spielt. Ihre Gesichter sind entspannt. Viele lächeln schüchtern. Einige tanzen vor der Bühne. Die Besucher vom traditionellen Osterbrunch sind etwas Besonderes – sie sind obdachlos oder bedürftig. „Was wir hier tun, ist ein Stück gelebte Menschlichkeit. Wir sind füreinander da und wollen gemeinsam feiern“, sagt Bürgermeister Becker, der auch seinen Sohn John mitgebracht hat. Mirko Reeh, der bereits zum fünften Mal mit dabei ist, stimmt zu. „Es ist eine schöne Aktion, bei der Herzlichkeit gezeigt wird“, sagt er, greift flink drei Teller voller gekochter Ochsenbrust mit grüner Soße und Salzkartoffeln. Er lächelt, während er die dampfenden Teller serviert. Einige freuen sich bereits über ihre zweite Portion.

Auch Bernd Reisig nimmt sich Zeit für die Gäste, begrüßt jeden per Handschlag, spricht mit ihnen, fragt, wie es ihnen geht und wie sie ihre Tage verbringen. „Es geht nicht nur um das Essen. Es geht auch darum, zu zeigen, dass sie zu unserer Stadt dazugehören“, erklärt der Medienmanager, der mit seiner Stiftung „helfen helfen“ auch das jährliche Weihnachtsgans-Essen für Obdachlose ins Leben gerufen hat. Unermüdlich servieren die Hausmanns, Reisig, Reeh und Becker zwischen den Zeltbänken. Die Leute bedanken sich genauso unermüdlich.

Auch die Schausteller sind dabei. So lädt Thomas Roie , Vorsitzender des Schaustellerverbands, alle Besucher noch zu einem kleinen Rundgang über die Dippemess’ ein. Bei strahlender Sonne fährt er mit ihnen Riesenrad, begeistert sie für die Jaguar-Bahn und lässt sie auf seinem Wellenflug-Karussell schweben. Die Leute freuen sich, lachen, rufen, staunen und haben Spaß. „Fahrgeschäfte lassen die Alltagssorgen für einen Moment verschwinden“, ist Roie überzeugt und zeigt auf die strahlenden Gesichter. Daher laden die Schausteller am 9. und 10. April Kindergärten ein und bieten donnerstags einen Familientag auf der Dippemess’. Becker, der an diesem Karsamstag an den „österlichen Geist“ appelliert, erinnert daran, „dass es Menschen gibt, die Unterstützung brauchen. Nicht nur an Feiertagen“.

(bi)

Zur Startseite Mehr aus Stadtgeflüster

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen