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Rückkehr nach Frankfurt

Die Dämmerung und der Regisseur: Volker Schlöndorff zeigt sich gut gelaunt vor der Frankfurter Skyline. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Die Dämmerung und der Regisseur: Volker Schlöndorff zeigt sich gut gelaunt vor der Frankfurter Skyline.
Frankfurt. 

Zu Frankfurt hat er einen ganz besonderen Bezug: „Ich habe am Goethe-Gymnasium mein deutsches Abitur gemacht“, erinnert sich Regisseur Volker Schlöndorff . Und am Theater inszenierte er zwei Stücke: „Ich war mehrere Monate lang hier.“ Schlöndorffs stärkste Verbindung zur Mainmetropole ist allerdings, dass sich hier sein komplettes Archiv befindet. Auch das ganze Material zu seinem neusten Film „Rückkehr nach Montauk“ ist schon dort gelagert. „Hier liegt auch die einzige Blechtrommel, die es noch gibt. Die andere habe ich Günter Grass ins Grab nachgeworfen“, sagt der Regisseur.

In der Reihe „Was tut sich – im deutschen Film“ stellte der Oscar-Preisträger und Goldene-Palme-Gewinner Schlöndorff gestern seinen Streifen „Rückkehr nach Montauk“ mit Nina Hoss und Stellan Skarsgard in den Hauptrollen im Filmmuseum vor. In der Reihe, die es seit zwölf Jahren gibt, ist er übrigens der erste Filmemacher, der ein zweites Mal zu Gast ist. Im Mai 2005 hatte er gemeinsam mit Ulrich Matthes „Der neunte Tag“ präsentiert.

Sieben Jahre lang arbeitete der 78-Jährige an dem „Montauk“-Werk. „In dieser Zeit habe ich zwei oder drei andere Filme gemacht“, erzählt Schlöndorff. „Es hat so lange gedauert, bis ich die Finanzierung zusammen hatte“, berichtet der Filmemacher. Schließlich traf der gebürtige Wiesbadener, der sehr hessenverbunden ist, auf einen anderen Hessen: Til Schweiger . Man hatte uns bei einer Veranstaltung an einen Tisch gesetzt“, erinnert sich Schlöndorff. „Wir kannten uns nicht und haben uns erzählt, was wir gerade tun.“

Schlöndorff kannte aber Schweigers Filme, „weil meine Tochter als 15-Jährige mich immer in Ti-Schweiger-Filme schleppte. Die mir gut gefallen haben.“ Überrascht war Schlöndorff davon, „dass er meine Filme respektiert, so wie ich seine“.

Die beiden Filmschaffenden kamen ins Gespräch und Schlöndorff erzählte Schweiger von seinem „Montauk“-Projekt. „Ich sagte ihm, dass mir noch 400 000 Euro zur Verwirklichung fehlten.“ Schweiger gab ihm die Hand und sagte „Sie haben sie“. Damit war die hessisch-hessische Produktion (Schweiger ist in Gießen aufgewachsen) gerettet. „Er hat den Film noch nicht gesehen. Er möchte eine besondere Gelegenheit abwarten“, sagt Schlöndorff. Die will er ihm in Hamburg bieten. „Bei der Berlinale wäre es schön gewesen, aber da war er gerade in Amerika. Nun suche ich etwas ähnlich prestigeträchtiges.“ Gestern wäre ideal gewesen.

(es)
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