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Comedian feiert "kleines" Jubiläum: Scherer entfaltet Wirkung

Comedian Johannes Scherer ist derzeit mit seinem Programm „Keinangsthasen“ unterwegs und kommt auch an die Friedberger Warte. Comedian Johannes Scherer ist derzeit mit seinem Programm „Keinangsthasen“ unterwegs und kommt auch an die Friedberger Warte.

Es war eher ein Zufall. Gerade erst im vergangenen Jahr feierte Comedian Johannes Scherer ein „kleines“ Jubiläum im Lokalbahnhof ganz groß: 15 Jahre Bühnenpräsenz. Solo auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Jetzt fiel ihm schier en passant ein, dass es doch mehr Jahre sind, die es zu zelebrieren gilt. Denn rechnet man die Zeit mit ein, die er auch mit seinem Kollegen Bodo Bach auf der Bühne verbrachte, sind es genau zwei Jahrzehnte Erfahrung, auf die es der 45-Jährige nun bringt. Also fast sein halbes Leben.

„Seit 20 Jahren gibt es Dinge von mir auf der Bühne.“ Deshalb bringt er im Herbst ein neues Programm an den Start, nämlich mit seinem besten Gags. „Wir haben schon vergangenes Jahr so eine Art ,best of‘ zusammengestellt. Und da habe ich mir gedacht: ,Warum diese ganze Arbeit für nur einen Auftritt?‘“. Das Ganze habe er verfeinert und nun kommt es zusätzlich zum „normalen“ Programm. Doch bis dahin vergeht noch viel Zeit.

Wer so lange nicht warten möchte, den Mann, der Träger des Fränkischen Kabarettpreises ist, live zu sehen und zu hören, der hat Glück. Am Montag, 30. Juli, gastiert Johannes Scherer, der auch Moderator bei Hit Radio FFH ist, im Lokal an der Friedberger Warte. Dort tritt er in der Reihe „Sommernächte“ des Medienmannes Bernd Reisig mit seinem Programm „Keinangsthasen“ auf.

„Das ist immer sehr schön, weil es keine Distanz zum Publikum gibt und ich bekomme sofort Reaktionen – meist positive“, sagt Johannes Scherer. Doch nicht nur das. „Es gibt auch Tipps von den Leuten. Dem ein oder anderen ist noch ein Gag eingefallen. Den merke ich mir, wenn er gut ist, und baue den dann später ins Programm ein.“ Manchmal sogar noch am selben Abend. „Ich frage immer, ob ich sie benutzen darf. Die meisten sagen ja.“

Seit März des vergangenen Jahres ist Johannes Scherer mit „Keinangsthasen“ auf Achse. Wer damals in der Show war, und nun wieder gehen will, der wird zwar nicht eine komplett neue sehen, „der rote Faden bleibt immer erhalten“. Aber es gibt etliches Neues. „Die ersten zwei oder drei Monate spielt man das, was man sich so überlegt hat. Und ab dem vierten Monat spielt man das, was sich so ergeben hat“, plaudert Johannes Scherer aus dem Comedian-Nähkästchen. „Es kommen immer andere Sachen dazu und es kommen welche weg, von denen ich gemerkt habe, dass die Leute auch nach dem zehnten Mal nicht lachen.“ So was soll vorkommen. Selbst bei Scherer.

„Dafür baust du einen schönen Ausrutscher, bei dem sich die Zuschauer vor Lachen gekrümmt haben. Den behältst du dann natürlich.“ So richtig gut werden Comedy-Programme nach einer Weile. „Das ist wie bei einem Rotwein. Wenn du den sofort nach dem Öffnen trinkst, kann das auch noch so ein toller Wein sein. Erst wenn er geatmet hat, dann schmeckt er.“ Oder wie ein schöner, lang eingelegter, herzhafter Handkäs’ mit Musik. Der entfaltet seine volle Wirkung auch erst nach einer Weile des Durchziehens.

Nun ist „Keinangsthasen“ reif, dauert etwas mehr als zwei Stunden. Und Johannes Scherer gibt den Zuschauern noch einen Hinweis mit auf den Weg zur Friedberger Warte: „Sie können gerne früh kommen. Wer einmal bei einem wahnsinnig spektakulären Soundcheck dabei sein will, der kommt da auf seine Kosten.“

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