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Spargelstechen: Schwerstarbeit im feinsten Zwirn

So sieht Thorsten Bernges üblicher Weise aus, wenn er Spargel sticht . . . Bilder > Foto: Nikita Kulikov So sieht Thorsten Bernges üblicher Weise aus, wenn er Spargel sticht . . .
Frankfurt. 

Spargelstechen ist Schwerstarbeit: Folie zurückschlagen, Bücken, Spargel finden, mit den Fingern freischaufeln, den Spargel stechen und herausholen (ohne dass er abbricht), Loch mit der Kelle wieder zumachen, aufrichten und zum nächsten Spargel.

Jeder Erntehelfer bückt sich gut 1000mal am Tag und holt im Schnitt 30 Kilo Spargel aus der Erde, die Spitzenreiter sogar 50 Kilo. Maschinen gibt es zwar, aber die erledigen die Arbeit nicht mit derselben Qualität.

Kein Wunder, dass Spargelbauer Thorsten Bernges und seine Erntehelfer an Rücken- und Gelenkschmerzen leiden. Trotzdem war der 46-Jährige begeistert, als er für die Kampagne „Kleider machen Leute“ ausgesucht wurde. „Ich habe sofort zugesagt, trage einen Anzug normalerweise nur zu Hochzeiten oder Beerdigungen, konnte aber hier selbst Muster und Stoff wählen.“

Die Initiatoren der Kampagne, Stephan Görner und Sven Müller setzen mit der Fotoserie „Kleider machen Leute“ ein Dutzend Menschen in Szene, die an ihrem Arbeitsplatz keinen Anzug tragen und kaum öffentliche Aufmerksamkeit für die schwere Arbeit erhalten.

Ende des Jahres sollen bei einer Charity-Gala die Motive meistbietend versteigert werden. Der Erlös kommt unserer Leberecht-Stiftung zugute, die sich für benachteiligte Kinder stark macht.

(es)
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