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Ehrung für Frankfurter Rapper: Sein Herz rast: Goetheplakette an Moses Pelham

Wird mit Goethe-Plakette geehrt: Moses Pelham. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Wird mit Goethe-Plakette geehrt: Moses Pelham.
Frankfurt. 

Rap und Goethe bildeten bisher nicht so recht einen Gleichklang. Mit Moses Pelham ändert sich dies schlagartig. Weil er mit seinem Werk seiner Heimatstadt Frankfurt ein Denkmal setze, wird ihm die Goetheplakette der Stadt verliehen. Der Magistrat folgte gestern damit einem Vorschlag einer Jury aus Magistratsmitgliedern. Sie hatten sich vor zwei Wochen für die Ehrung des 46 Jahre alten Rappers und Musikproduzenten ausgesprochen.

Harte Reime standen am Beginn von Pelhams Karriere in den 90er Jahren: Mit Thomas Hofmann gründete der Sohn eines amerikanischen Bluesmusikers die Hip-Hop-Formation Rödelheim Hartreim Projekt. Das 1994 veröffentlichte Debütalbum „Direkt aus Rödelheim“ wurde 160 000 Mal verkauft. Einen Namen machte er sich auch als Produzent, unter anderem von Sabrina Setlur. Der Song „Du liebst mich nicht“ landete auf Platz 1 der deutschen Charts.

Hart war mal, zuletzt zeigte Moses Pelham viel Gefühl. In dem TV-Format „Sing meinen Song“ auf Vox rührte er Lena Meyer-Landrut mit seiner deutschsprachigen Version ihres Lieds „Home“ zu Tränen. „Herz“ heißt sein aktuelles Album - es ist eine Hommage an seine Heimatstadt Frankfurt und an Johann Wolfgang von Goethe. Das rührt auch Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD): Moses Pelham habe sich „auf lyrisch anspruchsvolle Weise mit sozialer Gerechtigkeit, Vielfalt und Heimatverbundenheit auseinandergesetzt“.

Die Goetheplakette wird jährlich verliehen. Sie kann an Dichter, Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler und andere Persönlichkeiten des kulturellen Lebens vergeben werden, die durch „ihr schöpferisches Wirken einer dem Andenken Goethes gewidmeten Ehrung“ würdig sind. Preisträger sind unter anderem der Verleger Peter Suhrkamp (1956), der Literatur-Kritiker Marcel Reich-Ranicki (1984) und der kürzlich verstorbene Architekt Albert Speer (2003).    

(jtü)
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