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Seit Bandits beste Freundinnen

Die Schauspielerinnen Nicolette Krebitz (v.r.), Katja Riemann, Regisseurin Katja von Garnier und Jasmin Tabatabai feiern 20 Jahre Bandits im Filmmuseum. Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst) Die Schauspielerinnen Nicolette Krebitz (v.r.), Katja Riemann, Regisseurin Katja von Garnier und Jasmin Tabatabai feiern 20 Jahre Bandits im Filmmuseum.

Der Schriftzug „Bandits“ steht auf der grünen Jacke, die Regisseurin Katja von Garnier von zu Hause mitgebracht hat. „Die habe ich wiedergefunden. Die Jacken gab es für die damalige Crew“, erzählt sie. Ihr Film „Bandits“, der Kultstatus hat, kam 1997 in die Kinos. 20 Jahre liegt das zurück. Gemeinsam mit den Hauptdarstellerinnen Jasmin Tabatabai , Katja Riemann und Nicolette Krebitz besuchte von Garnier gestern das Deutsche Filmmuseum, wo noch am Abend „Bandits“ im Kino des Hauses vorgeführt wurde.

Im Foyer des Deutschen Filmmuseums steht zurzeit das Original-Schlagzeug, an dem Katja Riemann einst in ihrer Rolle als „Emma“ brillierte. Auf dem Bildschirm im Hintergrund laufen Szenen aus dem Film, auf die Riemann aufmerksam blickt. Besucher des Filmmuseums erkennen die drei Schauspielerinnen sofort und zücken ihre Handys, um Fotos zur machen.

„Smartphones gab es vor 20 Jahren noch nicht. Auch das Internet war noch nicht so richtig im Gebrauch“, erinnert sich Tabatabai. „Wir haben uns noch nicht E-Mails geschrieben. Man rief sich an oder schrieb ein Fax.“ Die Kommunikationstechnik hat sich in den vergangenen 20 Jahren zwar geändert, nicht aber die starke Freundschaft, die die vier Frauen seit diesem Filmprojekt miteinander verbindet.

20 Jahre Bandits ist auch ein Anlass, gemeinsam zurückzuschauen: Katja Riemann und Katja von Garnier waren schon vor dem Film miteinander befreundet. Die Regisseurin ist die Patentante von Riemanns Tochter Paula Riemann , die beim Dreh ein Kleinkind war und mittlerweile selbst als Schauspielerin vor der Kamera stand. Erste Erfahrungen hinter der Kamera hat die 24-Jährige ebenfalls gemacht.

Tabatabai, die sich als Musikerin und Sängerin einen Namen gemacht hat, erklärt das aktuelle Projekt von Riemanns Tochter, das als Premiere vor der Bandits-Vorführung im Filmmuseum gezeigt wird: „Ich habe letztes Jahr mal wieder ein Jazz-Album gemacht und darauf spiele ich Live-Versionen der Bandits-Songs, unter anderem ,Puppet on a string‘.“ Paula, die Regisseurin werden möchte, habe ein Video gedreht, in dem sie eine eigene Perspektive auf dieses Lied des Bandits-Soundtracks werfe. „Der Staffel-Stab ist damit an die nächste Generation übergeben worden“, sagt Tabatabai.

Der Soundtrack des Films, darauf sind sie alle stolz, habe eingeschlagen. Mehrere Wochen war dieser 1997 auf Platz Eins der Charts. Es sei eine Zeit gewesen, in der es diese Art von musikalischer Rebellion nicht gegeben habe, sind sie sich einig. Die Faszination an Bandits führt Krebitz auf den „Geist des Films“ zurück, in dem Mädchen ihr eigenes Ding machen, auch in der Musik.

Musik im Film hat Jasmin Tabatabai bereits als Kind fasziniert, wie sie erzählt. „Filme wie ,Fame‘ oder ,Grease‘ haben mich so begeistert, dass ich auch unbedingt diesen Beruf ergreifen wollte.“ Bandits sei genau so eine Art Film. „Ich glaube, auf eine gewisse Art hat er etwas zeitloses, weil die Charaktere und die Emotionalität funktionierten.“ Er spiegele die Idee von einem Leben wider, das eine Ungebundenheit habe, ergänzt Riemann.

Krebitz und Tabatabai waren vor dem Dreh des Films ebenfalls schon befreundet. Zur Musik hat Krebitz noch eine kleine Anekdote parat: „Jasmin und ich haben damals in meiner Wohnung an den Songs gearbeitet. Jedes Mal, wenn wir uns getroffen haben, haben wir einen Song geschrieben.“

Durch das gemeinsame Filmprojekt seien sie alle zu einem „Kleeblatt geworden, beschreibt Katja Riemann die Freundschaft der vier Frauen. Wieder ein gemeinsames Projekt auf die Beine zu stellen, sei, so Katja von Garnier, „eine ganz große Sehnsucht und auch mit ein Grund, der mich wieder nach Deutschland gebracht hat“, sagt die erfolgreiche Regisseurin, die außer in Berlin auch in Hollywood zu Hause ist. alf

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