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Stadtgeflüster: Shantel präsentiert „rückblickende Vorschau“

Stefan Hantel, bekannt als Shantel, präsentierte gestern Abend im Kunstverein Montez in Frankfurt seine neue Platte. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Stefan Hantel, bekannt als Shantel, präsentierte gestern Abend im Kunstverein Montez in Frankfurt seine neue Platte.

Seit drei Jahrzehnten prägt er mit seinem Stil das Musikgeschehen. Nicht nur in Frankfurt, sondern rund um den Globus. Shantel gilt als der Erfinder des Balkan-Pops, wollte bei der anstehenden Wahl um den Posten des Frankfurter Oberbürgermeisters antreten, zog seine Kandidatur zurück und hat mal in einem Interview anlässlich der Verleihung des BBC-Worldmusic-Awards klargestellt: „Ich habe mit dieser Balkanmusik und diesem Hype eigentlich nichts am Hut. Mir ging es um meine Selbstverwirklichung als Musiker, als Künstler. Deshalb interessieren mich viele Sounds, nicht nur der des Balkans.“

Zeit, dass endlich ein Überblick zu der Musik erscheint, die Stefan Hantel , wie er mit bürgerlichem Namen heißt, seit 30 Jahren macht. Das geschieht auch. Aber dieses OEuvre passt nicht auf eine einzelne CD. Deshalb machte Shantel gleich drei und nennt sie nicht „Rückschau“, sondern „rückblickende Vorausschau“.

Den ersten Teil dieser Trilogie taufte er „The Bucovina Club Years“ und präsentierte ihn gestern im Kulturverein Familie Lola Montez unter der Honsellbrücke. Seine Schaffenszeit auf drei CDs zu pressen, das ist bestimmt ein nicht alltägliches Gefühl. „Wenn ich ehrlich bin, muss ich sagen, dass ich keine Sekunde darüber nachgedacht habe“, erklärt Stefan Hantel.

Den Ort für diesen „Pre-Release“, wie eine solche Veranstaltung vor dem eigentlichen Veröffentlichungstermin im Fachjargon heißt, suchte er sich bewusst aus. „Das ist für mich ein repräsentativer Ort“, sagt Shantel und erklärt: „Weil er als Kulturinitiative vollkommen losgelöst ist von der Gastronomie. Es handelt sich um einen unabhängigen Kulturbetrieb, das passt zu meiner Auffassung.“ Außerdem sei dieser Ort unter den Brückenbögen „absolut wichtig“, findet der Musiker, „denn es ist ein interdisziplinärer Ort, solche braucht’s in Frankfurt und sie müssen unbedingt erhalten bleiben“.

Erscheinen wird die CD an einem ganz besonderen Datum für Stefan Hantel, nämlich am Freitag, 2. März, an dem Tag, an dem er 50 Jahre alt wird. Feiern will er seinen Jubeltag übrigens nicht. „Das wird für mich ein Tag wie jeder andere mit einem Auftritt in Amsterdam“, sagt Stefan Hantel, der seine musikalische Laufbahn in seinem Bahnhofsviertel-Club „Lissania Essay“ startete. Dort stand Stefan Hantel hinter den Plattentellern, mischte Rhythmen und Sound-Fetzen dazu.

Die Zahl „50“ macht dem Musiker nichts aus. „Das ist doch nur eine Kopfsache“, betont Shantel. „Ich bin topfit“, erklärt der Mann, der in den vergangenen Tagen die Melodie für das Lied geschrieben hat, mit der Moldavien für den Eurovision Song Contest an den Start gehen wird.

Den Erscheinungstermin habe man bewusst gewählt, „auch weil damit eine Dekade beschrieben wird. Und im vergangenen Jahr habe ich außerdem schon gefeiert, dass ich seit 30 Jahren auf der Bühne stehe“, sagt Shantel, der sich zum Feiern gestern noch den Pionier der deutschen House-Musik, Heinz Felber , und den „Weltmusikpapst“ Jean Trouillet einlud.

Die echte, die offizielle „Release“-Party geht in der zweiten Märzwoche in Austin in Texas beim „South by Southwest“-Festival über die Bühne.

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