Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 11°C

Sie will zurück ins Rampenlicht

Als eine der drei „Monrose“-Sängerinnen hatte Bahar Kizil großen Erfolg. Nun möchte sie musikalisch wieder durchstarten. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Als eine der drei „Monrose“-Sängerinnen hatte Bahar Kizil großen Erfolg. Nun möchte sie musikalisch wieder durchstarten.

Sie hat alle Höhen, aber auch die vielen Tiefen einer Musikerkarriere erlebt. Bahar Kizil schwebte mit ihrer Band „Monrose“ vor gut zehn Jahren im siebten Himmel. Die CDs der Gruppe, die aus der fünften Staffel der Castingshow „Popstars“ entstand, gingen weg wie warme Semmeln, die Gruppe, zu der auch Mandy Capristo und Senna Guemmour gehörten, spielte in proppevollen Hallen, ging auf Tournee.

Dann, vor etwa sieben Jahren, kam der Bruch. Es folgte das Aus für die Band. Die heute 29-jährige Kizil arbeitete als Verkäuferin, ging kellnern. Trotz so vieler verkaufter Tonträger blieb kein finanzielles Pölsterchen für sie übrig. „Wir sind keine Millionäre geworden“, stellt sie klar – und nennt auch gleich Gründe: „Die Zeiten, um in Deutschland als Musiker richtig Geld zu machen, die waren auch damals schon vorbei.“

„Monrose“ habe mit den Songs relativ gut verdient, habe aber auch viele Firmen drumherum gehabt, die ihren Reibach machen wollten. „Wir sind aber nicht ausgebeutet worden. Genauso viel wie in uns investiert wurde, wurde von uns zurückgegeben“, sagt Kizil, die sich als Selbstständige bezeichnet, die etliche Dinge tut, die nichts mit der Musik zu tun haben, etwa moderieren. Doch so richtig weg von der Musik war sie eigentlich nie. Vor zwei Jahren brachte sie ihre jüngste CD auf den Markt.

In diesen Tagen steht sie wieder mehr im Rampenlicht. So war sie vor einiger Zeit Kandidatin bei der Show „Dance, Dance, Dance“. An der Seite von Sandy Mölling , dem Ex-Mitglied einer anderen Super-Girl-Band namens „No Angels“, belegte sie dort den zweiten Platz. Die RTL-Show brachte ihr nicht nur mediale Aufmerksamkeit, sondern tat ihr auch körperlich gut. Sie wurde richtig fit. Aber: „Nach der Show ist es mir sehr schwer gefallen, das Sportprogramm durchzuziehen. Ich war so viel unterwegs. Da hatte ich keine Zeit. Ich habe vielleicht viermal effektiv etwas getan.“ Zurzeit reist sie durch die Republik, gibt Interviews. Seit der Teilnahme „hat sich viel getan. Ich hatte viele schöne Auftritte, aber nichts großes, keine Kampagne“, sagt die gebürtige Freiburgerin.

Sie sitzt in einem Frankfurter Hotel an der Hanauer Landstraße, hat ein schwarz-weiß gestreiftes langes Oberteil an und will eins unbedingt: „Mein musikalisches Comeback.“ Aber das ist schwierig. Denn: „Das muss man heutzutage mehr planen denn je.“ So einfach wie früher sei das alles nicht mehr. „Ich kann nicht einfach mal ins Studio gehen, etwas aufnehmen und es dann veröffentlichen. Es muss alles viel mehr Struktur haben“, berichtet sie.

Da helfen weder ihre musikalische Vergangenheit noch die Kontakte, die sie im Laufe der Jahre knüpfte. Gerade diese Dinge seien sogar hinderlich. Neulinge hätten es zurzeit viel leichter, „weil die Leute eher ein rohes Produkt sehen und es einfacher ist, es in eine bestimmte Richtung zu lenken. Leute wie ich hingegen, die bereits eine musikalische Vergangenheit haben, werden immer aus einer gewissen Schublade gezogen.“ Das mache es schwer, sich weiterzuentwickeln.

„Deshalb ist es wichtig, alles mit Bedacht anzugehen“, erklärt Bahar Kizil, die zurzeit solo ist. Neues Material gibt es aber noch nicht. „Ich war noch nicht im Studio.“ Am liebsten stehe sie aber sowieso auf der Bühne. „Es hat mir gefehlt. Aber es war eine bewusste Entscheidung, mich zu verabschieden. Es war nicht meine Zeit und eins ist klar: Man kann es nicht erzwingen“, weiß sie aus Erfahrung.

Seit 2011 stand sie nur wenig vor Publikum. Und ein „Monrose“-Comeback wird es nicht geben. Obwohl Bahar Kizil wieder Kontakt zu Mandy Capristo, der Ex von Fußballweltmeister Mesut Özil , aufgenommen hat. „Wir hatten in den vergangenen Jahren den Faden zueinander verloren.“ Das sei aber auch gut gewesen. „Es war wichtig für jede von uns festzustellen, wer man ist, unabhängig von dieser ,Monrose‘-Konstellation“, sagt Kizil, die im kommenden Jahr 30 wird, aber keine Panik davor hat. Noch nicht. „Vielleicht ändert sich das kurz davor.“ Wichtig ist ihr nur eins: „Dass wir menschlich zueinander finden. Musikalisch steht momentan nichts an.“ Vielleicht blüht diese Freundschaft wieder auf. Und eventuell kommt für Bahar Kizil auch der musikalische (Solo)-Erfolg.

(es)
Zur Startseite Mehr aus Stadtgeflüster

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse