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Sky du Mont spricht übers Altwerden

Sky du Mont in „Jimmy’s Bar“im Grandhotel Hessischer Hof. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Sky du Mont in „Jimmy’s Bar“im Grandhotel Hessischer Hof.
Frankfurt. 

Kein halbes Jahr ist vergangen, seitdem Sky du Mont und seine Frau Mirja sich getrennt haben. Der Schauspieler, aus Filmen wie „Eyes Wide Shut“ , „Der Schuh des Manitu“ und “(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“ bekannt, ist zu Gast im Grandhotel Hessischer Hof, liest dort aus seinem Buch „Steh ich jetzt unter Denkmalschutz? Älterwerden ist nichts für Spaßbremsen“.

Dabei habe er sich über das Alter und das Älterwerden niemals wirklich Gedanken gemacht. „Das geht jetzt vielleicht los, weil ich jetzt eine andere Perspektive habe“, so du Mont, der insgesamt acht Bücher geschrieben hat – darunter vier Krimis.

„Man wird doch auch nicht über Nacht älter. Das ist ein schleichender Prozess“, sagt du Mont, der gute Aussichten zu haben scheint, richtig alt zu werden. „Meine Mutter ist 95 und mein Vater ist mit 98 gestorben und hat jeden Tag 40 Zigaretten geraucht und war schwerer Alkoholiker.

„Doch so alt will ich nicht werden“, sagt er. „Aber ich spiele jeden Abend mit meinem Sohn Fußball und so lange ich hin und wieder noch gewinne, kann das so weitergehen“, ulkt er. Spaß versteht der 69-Jährige, auf das Thema seiner Trennung angesprochen, nicht. „Dazu sage ich nichts.“

Er wirkt sehr ruhig, gefasst, nicht mitgenommen, wie er in diesem kleinen Barraum im Hotel sitzt, etwas trinkt und über die Entstehung seines Buches spricht. Doch, der Schein trügt. Zumindest gibt sich Sky du Mont so. „Vergessen Sie nicht, ich bin Schauspieler. Ich habe gelernt, mich in der Öffentlichkeit immer so zu geben, wie es die Leute erwarten – ich kehre mein Inneres nicht nach außen“, sagt er scharf.

„Das war kein Statement, sondern nur eine Bemerkung über meinen Charakter.“ Er schweigt eine Weile. „Nein, es geht mir nicht gut. Mehr sage ich zu der Sache nicht.“ Und dann doch: „Ich würde niemals rumgehen und etwas dokumentieren. Es ist nicht so, dass ich alleine im Hause sitze, meine Kinder wohnen bei mir.“ So stand es zu lesen. Das erinnert alles ein wenig nach dem Paradoxon des Epimenides, des Kreters, der behauptet, dass ale Kreter lügen. Weihnachten zumindest, „verbringen wir alle zusammen“, so du Mont, der auch einen Wunsch hat, nämlich die neue Smart-Watch für seine Smart-Phone. Aber vielleicht spricht es auch für du Monts Einstellung, dass er sich in die Arbeit stürzt.

„Ich mache wieder die ,Rocky Horror Picture Show’“, erzählt der Mime, der in dem Musical die Rolle des Erzählers übernimmt. „Dann geht es in die Schweiz nach Österreich und natürlich in viele deutsche Städte“, berichtet du Mont, der es mit dem Vorgänger-Buch „Full House“ sogar in die Bestsellerliste schaffte.

Auch das übers Älterwerden „verkauft sich wie geschnitten Brot“. Und das vierte ist schon in Arbeit. „Es macht mir tierisch Spaß.“ Doch nicht nur das. „Ich stehe immer gern auf verschiedenen Beinen“, sagt er. „Ich bin nicht nur Schauspieler, nicht nur Autor, nicht nur Sprecher – ich mag die Abwechslung und das ermöglicht mir einen guten Lebensstandard.“ Auch mit Blick auf die Rente, die er zwar schon bekommt, „die aber nicht üppig ist“.

Um die aufzubessern macht er das, was er gut kann: schauspielern. „Ich bin in dem neuen Film von Michael Herbig dabei“, erzählt du Mont. Wie der Film heißt, wer noch mitspielt, um was es geht und welche Rolle er spielt, das darf du Mont nicht verraten. „Wir mussten eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben“, so du Mont, der „nur“ viermal in der Kult-Serie „Tatort“ war und der vor vielen Jahren auch in der „Komödie“ im Stück „La Mama“ zu sehen war.

Bald beginnen auch die Dreharbeiten für die Mystery-Serie „Haunted – Seelen ohne Frieden“, in der er den Moderator gibt. „Ich hatte eine tolle Zeit hier in Frankfurt und freue mich schon auf kommende Auftritte oder auch Lesungen.“

(es)
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