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Aus der VIP-Lounge: So macht die Eintracht Laune

Die Promis waren sich einig: Das wird eine gute Saison.
„Sehr gut anzusehen“: Ex-Minister Udo Corts (l.) und Fraport-Chef Stefan Schulte lobten die Eintracht. Bilder > Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) „Sehr gut anzusehen“: Ex-Minister Udo Corts (l.) und Fraport-Chef Stefan Schulte lobten die Eintracht.
Frankfurt. 

Zufriedene Gesichter in der Führungsetage von Eintracht Frankfurt: Die Adlerträger gewinnen in einem spannenden Aufeinandertreffen mit 2:1 gegen die Werkself von Bayer Leverkusen.

Einer, der bei diesem Spiel seine Mannschaft nicht unterstützen durfte, weil er Rot-gesperrt war, ist der jamaikanisch-englische Innenverteidiger Michael Anthony James Hector . Der 24-Jährige verfolgt die Partie von der VIP-Tribüne aus. Der Neuzugang lebt erst seit kurzer Zeit in der Mainmetropole und verbringt seine Tage auf dem Trainingsplatz und im Hotel. Doch die Stadt interessiert ihn. Deshalb schnappt er sich, so oft er kann, einen Drahtesel und radelt damit durch die Stadt. „Ich habe schon einige schöne Ecken entdeckt“, sagt Hector, der aber noch nie einen Schluck Ebbelwei genommen oder ein wenig Grie Soß probiert hat. Das kommt aber sicher alles noch.

Weil er das Spiel von den teuren Plätzen aus miterlebte, traf er den Frankfurter Sportdezernenten Markus Frank (CDU). „Hector hat mir verraten, dass er ein großer Eishockey-Fan ist“, sagt Frank. „Da habe ich ihn eingeladen, mit mir, wenn er Zeit und Lust hat, ein Spiel der Löwen zu besuchen.“ Da hatte die Zwangspause wenigstens einen Vorteil für den Fußballer.

Und das Ergebnis, das seine Mitspieler auf dem Rasen zustande gebracht haben, kann sich ja obendrein sehen lassen. So sehr, dass sogar Jürgen Grabowski lächelt. Der ehemalige Eintracht-Spieler und Fußballweltmeister von 1974 gibt sich vor der Partie zunächst zurückhaltend, spricht zwar von einem „richtungsweisenden Spiel“, will aber keine Prognosen für die Saison abgeben. „Dafür ist es noch zu früh.“

In der Vorstandsloge von Eintracht Frankfurt trifft der ehemalige Fußballprofi auf den ehemaligen Politikprofi Roland Koch , einst Ministerpräsident Hessens. Es bleibt ein wenig Zeit, Nettigkeiten und Neuigkeiten auszutauschen – und übers Spiel fachzusimpeln. „Das war doch schon mal sehr gut anzusehen“, meint Stefan Schulte , Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, der Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens und einer der Sponsoren von Eintracht Frankfurt, im Gespräch ist mit Udo Corts . Der ist Mitglied im Vorstand der Deutschen Vermögensberatung AG, war auch mal hessischer Innenminister und somit auch für den Sport zuständig. „Die Eintracht wird am Ende dieser Spielzeit irgendwo im guten Mittelfeld stehen“, glaubt der 61-Jährige. „Das muss einfach so sein. Wir können es uns doch nicht leisten, als Frankfurter weiter unten in der Tabelle zu stehen“, findet Corts. „Ich bin optimistisch.“

Wohl zu Recht, wie das nicht einmal ausverkaufte Spiel vor 43 000 Zuschauern in der Commerzbank-Arena zeigte. „Ich bin optimistisch“, sagt denn auch einer, der bekanntermaßen den genialen Blick für Fußball hat: Uwe Bein , Weltmeister von 1990 und bei der Eintracht zu seiner Zeit für die „tödlichen Pässe“ zuständig. „In dieser Saison muss das Wort Abstieg in Zusammenhang mit Eintracht Frankfurt nicht in den Mund genommen werden.“ Bleibt nur zu hoffen, dass Uwe Bein mit dieser Prognose so zielsicher ist wie einst aufm Platz.

(es)
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