E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 27°C

Chin Meyer: Steuerfahnder Sigmund prüft die Grüne Soße

Eine Figur von Kabarettist Chin Meyer ist der Steuerfahnder Sigmund Treiber. Zu sehen ist er beim Grüne Soße Festival. Eine Figur von Kabarettist Chin Meyer ist der Steuerfahnder Sigmund Treiber. Zu sehen ist er beim Grüne Soße Festival.

Schauspielerin Maja Wolff war hingerissen. „Ich habe ihn gesehen und wollte ihn sofort haben“, schwärmt sie vom Kabarettisten, Kolumnisten, Autor, Musical-Sänger und Redner Chin Meyer . Vielen dürfte er durch Auftritte in der ZDF-Sendung „Die Anstalt“ bekannt sein. „Sie hat mich in einem Ausschnitt der Sendung von Markus Lanz im Internet gesehen, wo ich über die ,Fuselanleihen‘ gesprochen habe, gesehen“, sagt Meyer.

Das hat die 53-Jährige so begeistert, dass sie Multitalent Meyer angerufen und gefragt hat, ob er nicht beim Grüne Soße Festival auftreten wolle. Er wollte. Später saß Wolff während einer seiner Shows in der „Käs“ im Publikum und festigte so ihre Begeisterung für diesen Mann, weil sie sich vor Lachen nicht mehr halten konnte.

Doch nicht nur deshalb sagt Meyer, dessen Vorname eigentlich Christian ist, zu. Lockte ihn das Geld oder die Aussicht auf Unmengen Grüner Soße? „Um ganz ehrlich zu sein, gibt es da noch eine private Verbindung zu Frau Wolff“, erzählt Meyer, der auch schon als DJ, Masseur, Butler, Heilpraktiker, Taxifahrer, Koch sowie als lebendige Jukebox in der Fußgängerzone Londons tätig war. „Ich habe eine Freundin, die mit Majas Ex-Mann befreundet ist und sie hat mir immer mal wieder gesagt, dass ich beim ,Grüne Soße Festival auftreten sollte“, schildert Meyer, der 1959 in Hamburg geboren wurde, warum er sofort zugesagt hat.

Inzwischen lebt er in Berlin. Mit Grüner Soße kam er früh in Berührung. „Ich habe hier viele Freunde, die sie mir schmackhaft gemacht haben. Und ich muss sagen, ich schätze die Grüne Soße sehr“, sagt Meyer. Zum ersten Mal gegessen hat er Grüne Soße irgendwann in den 1980er Jahren. Die Erinnerungen daran sind allerdings dunkel und verschwommen. So richtig konkret werden sie erst wieder im Jahr 2002. Seitdem genießt er sie wieder regelmäßiger. „Seit damals habe ich sie wieder ,bewusst’ inhaliert“, frotzelt Chin Meyer, der Vince Ebert gut kennt und dessen Stammhaus in Frankfurt „Die Käs“ ist. „Als ,Ausländer’ bin ich, was die ,Grie’ Soß’ angeht pflegeleicht.“ Trotz des relativ ausgiebigen Konsums „erschließen sich mir die Feinheiten aber noch nicht ganz“.

Am Abend seines Auftrittes, am 15. Mai, kommt er zweimal auf die Bühne. „Zum einen als ich selbst und zum anderen in Form meiner Figur des Steuerfahnders ,Siegmund von Treiber’, der hat das Gefühl, dass überall dort, wo sich mehr als ein Gastronom aufhält, auch Steuerhinterziehung im Spiel ist. Er wird die Grüne Soße auf Herz und Nieren prüfen und erst gehen, wenn der letzte Lacher herausgekitzelt ist“, kündigt Meyer an, der sich von der „Grie’ Soß’ inspirieren lassen will: „Ich lasse Grüne Soße in meinem Geist entstehen und mich von ihr beschwingen.“

(es)

Zur Startseite Mehr aus Stadtgeflüster

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse