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„Summer Hangout“ in der Schirn

Sophia Kennedy und Mense Reents. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Sophia Kennedy und Mense Reents.

Sie ist keine Musikerin, sondern Filmwissenschaftlerin. Aber Sophia Kennedy macht Musik. Und das mit ziemlichen Erfolg. Mit so viel zumindest, dass die junge Frau, die in Baltimore das Licht der Welt erblickte und in Hamburg lebt und arbeitet, den „Summer Hangout“ der Schirn eröffnete.

Ihr aktuelles Album, das sie schlicht „Sophia Kennedy“ betitelte, erlaubt es ihr, durch die Republik zu reisen und viele Konzerte zu geben. So auch an diesem lauen Sommerabend. Eigens für dieses Konzert reiste sie von der Elbe an den Main. Allerdings trat sie nicht wie vorgesehen auf den Treppen vor der Kunsthalle Schirn auf, sondern in der Rotunde. Denn zu sehr drohte es zu regnen. Das wäre nicht gut für die Instrumente.

„Es ist schon etwas Besonderes, in einem solchen Kunst-Kontext zu spielen“, sagt Sophia Kennedy, die vor wenigen Tagen ihren 28. Geburtstag gefeiert hat. „Es ist etwas vollkommen anderes als in einem Club oder in einer Konzerthalle“, so Sophia Kennedy, die sich vor dem Auftritt in einen sehr engen knallroten Overall zwängte, zu dem sie weiße Schuhe trug. „Ich komme aus der Kunstszene und weiß, dass da immer ein gewisser Abstand herrscht“, erklärt Sophia Kennedy, für die es ihre Premiere in Frankfurt war. Die Atmosphäre an einem solchen Ort sei eine andere. Alles sei eher bedacht, und selbst Konzerte verwandelten sich dann in Kunstwerke, wie etwa Installationen. „Das ist schon eine Herausforderung. Spannend, aber es gestaltet sich auch schwieriger, ein Popkonzert zu geben.“ Am Repertoire an sich änderte der Umstand, dass sie vor einer Kunsthalle auftritt, allerdings nichts. „Wir spielen dieselben Stücke wie bei anderen Auftritten auch, aber vielleicht kommen sie ein wenig aggressiver rüber, es soll nicht zu harmlos wirken“, sagt Mense Reents . Er ist der Bassist an Kennedys Seite, der aber auch mitsingt und andere elektronische Instrumente bedient, während sie singt und die verschiedenen Keyboards und das Klavier spielt, die auf der Bühne stehen.

Reents saß auch schon an den Reglern, als Sophia Kennedy ihr Debütalbum aufnahm. Überhaupt ist der 48-Jährige musikalisch sehr umtriebig und auch noch Teil der Gruppe „Die Vögel“. Und mehr noch. Denn Reents ist zudem bei der Kultband „Die Goldenen Zitronen“ aktiv. „Wir haben in nächster Zeit einige Auftritte und arbeiten an einem neuen Album“, schildert er die aktuelle Situation bei der Band um Gründungsmitglied Schorsch Kamerun .

Vor dem Auftritt rätselten sie über die Reaktionen des Publikums. Aber da brauchte sich das Duo keine Sorgen zu machen. Reents hatte zuvor zu bedenken gegeben: „Wenn es um elektronische oder Tanzmusik geht, dann ist das Frankfurter Publikum ein sehr informiertes mit einer langen Tradition und Geschichte“. Und so kam es auch. Ausgelassen begleiteten die Besucher das Konzert. Übrigens hatte Reents vor etlichen Jahren einen Club-Hit mit dem Titel „Blaue Moschee“, den Frankfurts Vorzeige-DJ Sven Väth immer mal wieder bei seinen Auftritten aufgelegt hat.

Zurück zum „Schirn Summer Hangout“: In den letzten Tagen des Sommers steigen auf den Treppen vor der Kunsthalle Konzerte. Kommende Woche ist ein Frankfurter an der Reihe, der aus Kuala Lumpur stammt: Casey Keth . Und am Mittwoch, 13. September, steht das Duo „The Ghost of Helags“ auf den Treppen vor der Schirn. Vor den Konzerten finden immer Führungen statt. Zeit, die Ausstellungen zu sehen, blieb Sophia Kennedy und Mense Reents allerdings nicht.

(es)
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