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Auszeichnung: Tigerpalast erhält Binding-Preis

Robert Mangold (l.), Johnny Klinke (r.) und Margareta Dillinger 2.v.r.) posieren mit Bergit Gräfin Douglas. Foto: Bernd Kammerer Robert Mangold (l.), Johnny Klinke (r.) und Margareta Dillinger 2.v.r.) posieren mit Bergit Gräfin Douglas.

Im 30. Jahr seines Bestehens erhält das Varieté-Theater Tigerpalast den mit 50 000 Euro dotierten Binding Kulturpreis im Kaisersaal. Es ist eine Preisverleihung, die aus dem Rahmen fällt. Wie sollte es bei dem Preisträger anders sein. Zwar stehen etliche obligatorische Reden auf dem Programm, doch die sind mit so viel Emotion, Humor, Elan und Hingabe gehalten, dass sie nicht, wie bei anderen Veranstaltungen dieser Art, zur lästigen Pflicht geraten.

Doch zuerst singt Joan Faulkner unverstärkt ihre Eigenkomposition „The Time of your Life is now“, und Johnny Klinke , einer der Gründer des Etablissements an der Heiligkreuzgasse, hat Tränen in den Augen. Ein weiteres Highlight: Der Auftritt des Handstand-Equilibristen Oleg Izossimov, der den Tigerpalast seit vielen Jahrzehnten bereits begleitet. Und es ist wieder Faulkner, die mit „Oh, Happy Day“ den Kaisersaal zum Toben bringt. Es gäbe eine Zeitrechnung vor und eine nach der Gründung des Tigerpalastes, weiß Oberbürgermeister Peter Feldmann , der auch von „einem Aushängeschild für unsere Stadt“ spricht. Klar, bei ungefähr drei Millionen Besuchern, die der Palast in den vergangenen drei Jahrzehnten anlockte. „Danke für 30 Jahre großartige Unterhaltung“, so der Oberbürgermeister. Andreas von Schoeler hält die Laudatio auf die drei Tigerpalast-Macher neben Johnny Klinke, Margareta Dillinger und Robert Mangold . Von Schoeler erinnert sich gut an die Anfänge des Varieté-Theaters. Es sei eine ziemlich verrückte Idee gewesen, „weil kein Geld, keine künstlerische Erfahrung, keine unternehmerische Ausbildung und nicht mal Tiger da waren“. Aus dem Nichts sei durch die drei und Matthias Beltz (der den Ausruf: „Liberté, Egalité, Varieté“ prägte) „wahrlich ein Palast entstanden“.

(es)

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