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Träume von der virtuellen Loge

Die Professoren Wilhelm Weber und Martin Haas haben großes mit der Eintracht vor: Sie wollen eine virtuelle Eintracht-Realität schaffen – und eine neue Hymne für die Adler obendrein. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Die Professoren Wilhelm Weber und Martin Haas haben großes mit der Eintracht vor: Sie wollen eine virtuelle Eintracht-Realität schaffen – und eine neue Hymne für die Adler obendrein.
Frankfurt. 

Geht es nach Martin Haas und Will Weber , könnten die Adler bald eine neue Hymne bekommen. Die beiden Professoren der Technischen Hochschule Darmstadt verfolgen gleich mehrere Ziele: „Wir wollen für Eintracht Frankfurt auch den Virtual-Reality-Auftritt machen“, sagt Will Weber, Dekan des Fachbereichs Media der Technischen Hochschule, in der Commerzbank-Arena während des Spiels der Eintracht gegen Mönchengladbach. „Es geht uns darum, unter anderem virtuelle Logen zu bauen und auch ein Kopfballspiel zu entwickeln“, so Weber weiter. Dazu wollen die Professoren auch Spieler „einscannen“. „Wir möchten die ersten sein auf diesem Gebiet“, versichert Weber und sagt, dass es schon etliche Gespräche diesbezüglich gab.

Es geht also um die sogenannte Virtuelle Realität, kurz VR. In einer Art Computerspiel können sich Nutzer dabei dank einer speziellen Brille und modernster Technik in einer virtuellen Umgebung bewegen .

Alte Bekannte: Peter Fischer und Mario Basler Bild-Zoom Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst)
Alte Bekannte: Peter Fischer und Mario Basler

Die Hymne für die Eintracht könnte vom Musikproduzenten Martin Haas kommen. „Ich kann mir das schon ganz gut vorstellen“, sagt der Professor, der gerade mit der Band „Glashaus“ deren neustes Album fertiggestellt hat, das bis Ende des Monats auf den Markt kommen soll. „Das Schöne daran ist auch“, sagt Haas zum Album, der unter anderem wegen seiner Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Musiker Moses Pelham und dem Mannheimer Xavier Naidoo bekannt ist, „dass es mit Urbesetzung gemacht worden ist – zu der auch Cassandra Steen gehört“. So viel verrät Haas, der von Kindheit an ein „Riesenfan“ von Eintracht Frankfurt ist, aber selbst nie im Verein Fußball gespielt hat. Sondern Rugby. „Ich war beim SC 1880 Frankfurt aktiv und bin mit 23 Einsätzen in der Nationalmannschaft Hessens Rekordnationalspieler“, sagt Haas und schaut aufs Spielfeld. Da glänzen die Adlerträger in der ausverkauften Commerzbank-Arena vor 51 500 Zuschauern zwar spielerisch, tun sich allerdings sehr schwer, das Runde im Eckigen unterzubringen. Das sieht auch ein anderer ehemaliger Nationalspieler, allerdings ein Fußballnationalspieler, so. Mario Basler . „Die Eintracht war in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft“, erklärt der Mann, der für seine Freistöße bekannt war, zurzeit aber mit der schönsten Nebensache der Welt so gut wie nichts am Hut hat. „Wenn mal ein Verein auf mich zukommt, der Ambitionen und Visionen hat und entsprechende Möglichkeiten bietet, dann könnte sich vielleicht etwas an der momentanen Situation ändern“, sagt Mario Basler und klingt dabei wie ein Politiker vor einem schwierigen Wahlversprechen. Basler macht zuletzt vor allem Schlagzeilen, weil er bei der RTL-Tanz-Show „Stepping out“ mitmachte, an der vierten Staffel von Promi Big Brother teilnahm und vor wenigen Wochen noch bei der Promi-Darts-Weltmeisterschaft startete. „Ich bereue nichts“, sagt Basler, der sich jüngst übrigens auch neu verliebte – und zwar in seine Ex-Frau Iris .

Und noch ein weiterer ehemaliger Nationalspieler schaut sich die Partie an: Bernd Hölzenbein . Der trifft auf einen alten Bekannten: Schiedsrichterlegende Walter Eschweiler . „Ich bin rein privat hier“, versichert der 81-Jährige, der zuvor auf der Waldbühne auftrat, die im Schatten der großen Arena vor jedem Heimspiel aufgebaut wird und wo Funktionären und Spielern auf den Zahn gefühlt wird. „Die Eintracht, die ist immer eine Bereicherung für die Bundesliga und schön wäre es, wenn sie im nächsten Jahr auch in Europa mitspielen würde“, findet der Mann, der seit 1986 als Sportrepräsentant im Referat für Internationale Sportbeziehungen tätig ist und Sportler sowie große Verbände betreut. „Ein paar Promispiele pfeife ich im Jahr noch, das reicht, das hält meine olympischen Astralkörper fit“, scherzt Eschweiler. Auch Sportdezernent Markus Frank ist guter Dinge. Obwohl seine Adlerträger nur einen Punkt eingefahren haben und obwohl der Deutsche Fußballbund wegen der fehlenden Rechtssicherheit um die Bebauung der Frankfurter Rennbahn auf der Suche nach einem anderen Standort sein soll. „Alles wird gut“, sagt Frank und streckt den Daumen in die Luft.

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