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Stadtgeflüster: Und alle haben ein Handicap

Steuermann Uwe Bein und Jörg Müller Foto: Enrico Sauda _>___ N Steuermann Uwe Bein und Jörg Müller

Der Ball ist ihr bester Freund. Egal, in welcher Größe. Ob Fuß- oder Handball oder Golfball. Klar, dass sie der Einladung des Reiseunternehmens HRG zu dessen Benefiz-Turnier auf dem Golfplatz von Hofgut Neuhof folgten.

Insgesamt waren es 120 Frauen und Männer, die teilnahmen. Unter ihnen auch Sportpresseball-Macher Jörg Müller , der Handballweltmeister von 1978 Kurt Klühspies , sowie etliche Fußballweltmeister wie Berti Vogts, der den Pokal 1974 holte, wie Bernd Hölzenbein übrigens auch, der ebenfalls mit von der Partie war. Andreas Möller , Uwe Bein und Thomas Berthold, die alle für die Eintracht spielten und 1990 Weltmeister wurden.

Aber auch Fußballfunktionäre gingen für den guten Zweck aufs Grün: Etwa Klaus Allofs , einst Geschäftsführer Sport beim VFL Wolfsburg, Heribert Bruchhagen , 13 Jahre lang Eintracht-Chef oder Wolfgang Niersbach , ehemaliger Präsident des Deutschen Fußballbundes (DFB). Der hatte erst vor Kurzem mit dem Golfspielen begonnen. „Kurios ist, dass ich lange in Götzenhain gewohnt habe und bestimmt 20 000 mal an diesem Platz vorbeigefahren bin, aber nie drauf gespielt habe“, so Niersbach, der „einen gesunden Ehrgeiz“ für diese Sportart mitbringt. Damit auch Spieler unterschiedlicher Leistungsklassen gegeneinander spielen können, hat jeder ein sogenanntes Handicap. Mit dieser individuellen Kennzahl können dann die Ergebnisse gegeneinander verrechnet werden. Seit 40 Jahren spielt bereits Dieter Müller Golf. Er hat ein Handicap von 19. „Für mich ist dieser Sport wichtig , um mich fit zu halten“, so der ehemalige Nationalspieler, Probleme mit dem Herzen hat. Seit 20 Jahren ist Heribert Bruchhagen Golfspieler. „Aber mit unterschiedlicher Intensität“, scherzt der bald 70-Jährige. Angenommen habe er die Einladung, „weil es hier in der Nähe von Frankfurt ist und ich eine Enge Verbindung hierher habe.“ Für Hölzenbein, der Handicap 18,6 hat („Ich kann nicht besser“) steht der gute Zweck an erster Stelle. Ähnlich sieht es Andreas Möller, der im Sommer ein- bis zweimal pro Woche auf dem Golfplatz ist: „Der gute Zweck steht bei mir im Vordergrund, deshalb mache ich mit.“ Aber das Gesellige schätze er sehr, so Möller,. Da geht es ihm wie Klaus Allofs, der ein Handicap von 25 hat und sich freute, „viele Bekannte und Freunde wieder zu sehen. Ich finde es schön, sich mal abseits des Fußballgeschehens mit ihnen zu unterhalten“. Dazu bot sich den Spielern und anderen Gästen dann nach dem Turnier auch genug Gelegenheit. Auf der Terrasse des Golfclubs leitete Sportmoderator Jörg Wontorra die Benefiz-Gala und die Versteigerung zugunsten von Projekten zur Förderung von Kindern und Jugendlichen in der Rhein-Main-Region. Das Geld kommt der Kinderhilfestiftung Frankfurt und dem Förderverein des Golf Clubs Neuhof zugute.

(es)

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