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Musikerin Heidi Joubert: Und plötzlich war sie populär

Die Londoner Musikerin Heidi Joubert tritt morgen in der Jugendkirche Sankt Peter auf. Ein youTube-Video in der Frankfurter S-Bahn hat sie berühmt gemacht.
Das Leben von Musikerin Heidi Joubert änderte sich durch ein Video, das sie in der Frankfurter S-Bahn aufnahm, schlagartig. Mit dem Erfolg musste sie erst mal klar kommen. Das Leben von Musikerin Heidi Joubert änderte sich durch ein Video, das sie in der Frankfurter S-Bahn aufnahm, schlagartig. Mit dem Erfolg musste sie erst mal klar kommen.

Das vergangene Jahr war für sie ein sehr turbulentes. Heidi Jouberts Leben änderte sich durch ein Video, das sie mit der Hamburgerin Anna Guder in der Frankfurter S-Bahn aufnahm, schlagartig. Nachdem die beiden ihre Version des Liedes „Kiss“ des Popstars Prince ins Netz gestellt hatten, wurde es weltweit ganz schnell viele Millionen Male angeklickt.

Joubert erinnert sich: „Es war auch eine unheimlich harte Zeit.“ Der Grund: „Du machst da so seit Jahren dein Ding, bist in deiner Blase, und plötzlich bricht eine Kommunikationswelle über dich zusammen.“ Sie war gerngesehener Gast in verschiedenen Showformaten rund um den Globus. „Alle erwarten etwas von dir“, sagt Joubert, die sich daran erinnert, ziemlich hin- und hergerissen gewesen zu sein. Auf der einen Seite hätte sie die Möglichkeit, auf ihre Viertelstunde des Ruhms zu kommen, direkt beim Schopfe packen können.

Auf der anderen Seite wollte sie nie allein für die Popularität etwas tun. „In dieser Lage dann du selbst zu bleiben und zu überlegen, welche Angebote man annimmt und welche besser nicht“, sei sehr schwer gewesen. Irgendwann wollte sie nur noch weg, um wieder zu sich selbst zu finden. In dieser Zeit sind viele neue Songs entstanden. Bald erscheint ihr neues Album, das sie mit der direkte Hilfe ihrer Fans finanzieren will. Morgen ist Joubert wieder in Frankfurt und tritt in der Jugendkirche Sankt Peter auf. Und zwar bei einem neuartigen Konzert, das Daniel Tobias Etzel und Maike Thalmann entwickelten und das ab 19 Uhr beginnt. Den beiden, die seit vielen Jahren schon Shows auf die Beine stellen, fiel immer wieder eins auf. Die Treffen und Gespräche mit Künstlern nach deren Veranstaltungen waren oft mitreißender und interessanter als die Auftritte selbst.

Deshalb entwickelten der Gründer und Chef der Kreativplattform Waoh und seine Geschäftspartnerin eine neue Plattform für Künstler. „Inspired By – Ein Magazin im Bühnenformat“ nennt sich das Konzept, an dem das Duo seit gut zwei Jahren feilt. „Das ist ein Format, das unserem Selbstverständnis entspricht, deshalb sind wir mit im Boot“, sagt Guido Gutenstein der von Frankfurter Agentur Jazz-Unique. Im Dezember stand nach vielem Hin und Her fest, dass es dieses Jahr stattfindet. Mit von der Partie sind neben Heidi Joubert Künstler aus Europa und Übersee. Die sechs Gäste haben jeweils auf ihrem Gebiet für Furore gesorgt. Etwa der New Yorker Skater und Hochhauskletterer Humza Deas , der Fotos machte, die wegen ihrer waghalsigen Perspektiven überzeugen. Paula Schwarz aus Berlin nutzt ihre Kontakte in der Startup-Szene, um soziale Projekte voranzutreiben. Der Offenbacher Samuel Kramer gewann den Hessenslam und tourte in seiner Schulzeit von einem Poetry Slam zum anderen. Schriftsteller Michael Nast aus Berlin begann als Blogger und wurde mit seinem Buch „Generation Beziehungsunfähig“ zum Bestsellerautor. Sein Werk wird nun mit Matthias Schweighöfer in der Hauptrolle verfilmt. Carlo Drechsel , der angibt „Reisender“ zu sein, legte in einem alten Geländewagen mehr als 50 000 Kilometer durch 26 Länder zurück – auf der Suche nach der perfekten Welle. „Das wird eine erzählerische Reise, bei der die Protagonisten die einzelnen Stationen sind“, schildert Etzel die Intention hinter der Veranstaltung. „Alles an dem Abend ist so aufgebaut, dass wir möglichst nah an den Gästen sind“, so Thalmann. Die beiden kennen das, denn seit zehn Jahren stellen sie im Sachsenhäuser Hotel am Berg die Reihe „Hotel Poetry“, in der Künstler, Köche, Musiker und Weltreisende für wenige Gäste auf engstem Raum – einem Hotelzimmer – ihre Geschichten erzählen und ihr Können zeigen. Danach kommen Gäste und Protagonisten ins Gespräch. „Und dieses Leuchten in den Augen, das das Publikum mit nach Hause nimmt, das ist unsere Inspiration“, sagen sie. „Es geht uns um mehr als nur tolle Songs und faszinierende Geschichte rüberzubringen. Wir wollen den Dialog zwischen Publikum und Künstler.“

(es)
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