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Vier Töchter halten alle auf Trab

Claus Helmer posiert mit seinen „Töchtern“ Deborah Müller, Isabel Berghout, Sophie Maria Ammann und Carolin Jakob (von links). Sie spielen mit ihm in der interkulturellen Komödie „Monsieur Claude und seine Töchter“ ab 14. Dezember in der Komödie. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Claus Helmer posiert mit seinen „Töchtern“ Deborah Müller, Isabel Berghout, Sophie Maria Ammann und Carolin Jakob (von links). Sie spielen mit ihm in der interkulturellen Komödie „Monsieur Claude und seine Töchter“ ab 14. Dezember in der Komödie.

Verrzeh Döchter is e Sege, e Gedanke zauwerhaft! ... Verrzeh reiche, junge, scheene, hoffnungsvolle Schwiegersöhne, awwer aach“, dichtete der Schriftsteller Friedrich Stoltze (1816 – 1891) einst. Bühnenfigur „Monsieur Claude“, gespielt von Theater-Chef Claus Helmer , hat zwar nur vier Töchter, aber nicht weniger Sorgen. Denn die Männer, die ihm durch den Ehebund seiner Liebsten ins Haus schneien, passen dem erzkonservativen Katholiken so gar nicht. Als die vierte Tochter ihren Verlobten präsentiert, reißt bei den Eltern der Geduldsfaden. Claus Helmers Ehefrau Christine Glasner schlüpft in die Rolle der Gattin des fremdenfeindlichen Notars vom Lande, dessen Töchter jeweils einen Juden, einen Moslem, einen Chinesen und einen Afrikaner heiraten.

Im Kino hat die interkulturelle Zwickmühle „Monsieur Claude und seine Töchter“ prächtig funktioniert, in der Komödie soll sie ab Donnerstag, 14. Dezember, mit den Schauspielerinnen Isabel Berghout („Soko Wismar“), Sophie Maria Ammann, Carolin Jakoby und der Südtirolerin Deborah Müller („Hubert und Staller“) ebenso zünden. „Früher war man der Ansicht, dass man aus erfolgreichen Filmen kein gutes Bühnenstück machen kann – aber das hat sich geändert. Schon an den Wiener Kammerspielen war die Bühnenadaption ein Riesenerfolg gewesen“, macht Claus Helmer Lust auf die Frankfurter Inszenierung, die wie der Film nicht mit beißendem Humor beim Demaskieren von Vorurteilen spart.

Man könnte die vier Schauspielerinnen durchaus für Geschwister halten, wie sie im Bistro der Komödie am Tisch plaudern, unterschiedlich und doch einig im Miteinander. Für die Wahlfrankfurterin Isabel Berghout ist es ein Heimspiel: „Das erste Mal arbeite ich in der Stadt, in der ich auch wohne – für mich wie ein Sechser im Lotto.“ Im Dezember wird sie zum letzten Mal in einer „Soko Wismar“-Folge im Fernsehen zu sehen sein, sie steigt aus der Serie aus. „Es passiert der Figur nichts Schlimmes“, beruhigt die Schauspielerin ihre Fans.

Keine der vier Frauen ist verheiratet, dennoch wird viel über das Für und Wider einer Ehe diskutiert. „Ich bin seit zwei Jahren verlobt, kenne den Mann seit zehn Jahren“, verrät Deborah Müller und zeigt ihren zierlichen Verlobungsring. Ans Heiraten denkt der Partner von Isabel Berghout nicht. „Ich muss nicht heiraten“, gibt sie Paroli. Die Heidelbergerin Carolin Jakoby warten noch auf „einen Prinzen“ und Sophie Maria Ammann lebt mit Kind und Freund in Berlin. Dagegen schwärmt Claus Helmer in höchsten Tönen von der Ehe, seiner zweiten, die seit über 30 Jahren hält: „Man kann so viel miteinander teilen. Zu Hause schafft mir meine Frau einen Ruhepol.“

Im wahren Leben Vater eines Sohnes, schaut der Theatermacher nun plötzlich auf ein Töchter-Quartett, und er kommt in Schwärmen: „Das fühlt sich gut an, und das Beste ist – ich habe sie mir ausgesucht.“ Im Stück fliegen die Fetzen um den Weihnachtsbaum, nicht aber im echten Leben der Schauspielerinnen, die Heiligabend im Schoß der Familie feiern wollen. „Mein Papa holt Moos aus dem Wald für die Krippe, das duftet so gut“, freut sich Deborah Müller. Viel private Zeit fürs Ausspannen bleibt dem 13-köpfigen Ensemble angesichts von gut 50 Vorstellungen bis Anfang Februar nicht.

(fai)

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