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Stadtgeflüster: Vintage-Markt: Motorrad-Teile gehen nicht, dafür aber die T-Shirts

Mit seinen T-Shirts war DJ Dag beim Vintage-Markt erfolgreich. Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst) Mit seinen T-Shirts war DJ Dag beim Vintage-Markt erfolgreich.

Die Schlange reicht vom Eingang in die Naxoshalle bis knapp an die Waldschmidtstraße. Tausende wollen dabei sein, möchten die erste Ausgabe des Vintage-Marktes, der im Inneren der Halle stattfindet, miterleben. Musikalisch untermalt wird das Geschehen von DJ Hassan Annouri . Vor Kurzem erst Vater geworden, steht er lässig an den Plattentellern. Und trotz modernem DJ-Pult gibt es auch hier Vergangenheit. Annouri legt Schallplatten auf. Ein Anachronismus, wie er aber vorzüglich zu diesem Samstag passe, sagt er.

Zwischen all den Klamotten und anderem, mehr oder minder modischem Kram gibt es einen Stand, an dem Teile für Harley-Davidson-Motorräder feil geboten werden. „Nein“, sagt der Verkäufer, bisher habe er davon noch keines verkauft. Aber die T-Shirts, die er anbietet, gingen gut weg. Sie sind mit seinem Namen bedruckt – DJ Dag . Der 57-Jährige wurde über seine Sets in der Radioshow HR3-Clubnight bekannt und trägt maßgeblichen Anteil am Sound of Frankfurt, der in den 90er Jahren die Trance-Euphorie auslöste.

Nun also muss er seinen heißen Ofen teilchenweise verkaufen. „Nein“, sagt er wieder. Das seien nur Einzelteile. „Die habe ich alle mal benutzt“, sagt der Mann, der eigentlich Dag Lerner heißt. „Ich hatte eine Maschine und habe sie mehrmals aus- und umgebaut.“ Die nicht mehr benutzten Teile landeten dann in der Gartenhütte seiner Mutter. Und nicht nur sie war sehr glücklich, „als eines Tages Pino Caruso anrief und mir von dem Vintage-Markt erzählte“. DJ Dag ergriff die Gelegenheit.

Der war übrigens auch in musikalischer Hinsicht fleißig, mixte eine neue Version des Kate-Bush-Klassikers „Running up that Hill“, die dieser Tage auf den Markt kommt und legt im Juni wieder beim World Club Dome auf. Harley-Davidson fährt er schon lange nicht mehr. „Ich war alleinerziehender Vater und irgendwann kam mal eine Steuernachzahlung – da musste ich mich von dem Motorrad trennen.“

Pino Caruso, das ist ein waschechter Frankfurter Bub und der Kopf hinter dem Vintage-Markt. Der Graffitisprüher, Musik-Video-Produzent und -Regisseur, Autor und Veranstalter kam auf die Idee, das kunstvolle Shoppingevent auf die Beine zu stellen.

(es)

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