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An der Bar mit Isabella Schmid und Birthe Wolter: Von Liebe, Duft und Katzen

Zwei Gläser Champagner reicht „Bellboy“ Hossein Golshaeian den Schauspielerinnen Isabella Schmid und Birthe Wolter an der Bar des Nobelhotels Hessischer Hof. Foto: Rainer Rüffer Zwei Gläser Champagner reicht „Bellboy“ Hossein Golshaeian den Schauspielerinnen Isabella Schmid und Birthe Wolter an der Bar des Nobelhotels Hessischer Hof.
Frankfurt. 

So vertraut wie die beiden Kölnerinnen im Grandhotel Hessischer Hof an der Bar plaudern, wirken sie wie Freundinnen aus Kindertagen. Dabei kennen sich die Schauspielerinnen Isabella Schmid („Die Rosenheim-Cops“, „Hinter Gittern“) und Birthe Wolter („Ladykracher“) erst von einer Theaterproduktion im vergangenen Jahr. Jetzt holt sie das Gaunerinnen-Stück „Auf und davon“ in der „Komödie“ wieder gemeinsam auf die Bühne. Die Vorfreude, diesmal so charmante wie ausgekochte Hochstaplerinnen zu spielen, ist bei beiden groß. Zur Premiere am Donnerstag, 1. Dezember, sucht Isabella Schmid noch ein Parfüm: „Jeder Figur, die ich auf der Theaterbühne spiele, gebe ich einen Duft. Selbst Jahre später weckt dieser dann wieder Erinnerungen an ein Stück.“

Falsche Tränen, raffinierte Lügen und süßes Säuseln – in der Komödie des australischen Autors Peter Yeldham ziehen die Ladies alle Register, um arglosen Männern in den Grand Hotels dieser Welt das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die kriminelle Masche droht zu kippen, als einer auftaucht, der noch gerissener ist als das Duo. „Heiratsschwindlerinnen sind wir nicht“, versichert Birthe Wolter und: „Sobald es um Sex geht, wird es gefährlich.“

Im wahren Leben, das lässt sich die 35-Jährige entlocken, führt sie mit ihrem Freund, einem Anwalt aus Frankfurt, eine glückliche Fernbeziehung. Daher kennt sie die Mainstadt gut. „Inzwischen habe ich hier einen guten Freundeskreis. Im Restaurant Stanley Diamond bin ich gern“, erzählt die gebürtige Kölnerin, die in Berlin lebt. Die Domstadt wiederum ist das Zuhause der Schweizerin Isabella Schmid, und ihr Heimweh ist so groß, dass sie jeden Abend von Frankfurt zurück an den Rhein fährt. „Nach der Premiere, und bis zur letzten Vorstellung am 15. Januar, geht es für mich mit dem Zug durch die Nacht.“

In der Heiligen Nacht übrigens ist spielfrei, dann reisen die Schauspielerinnen zu ihren Familien. „Echte Kerzen am Baum müssen sein. Wir feiern traditionell“, freut sich Isabella Schmid auf Nestwärme in ihrer Geburtsstadt Zürich. Ein arbeitsreiches Jahr liegt dann hinter ihr, im Sommer drehte sie mit Stefan Kurt („Der Schattenmann“) den Kinofilm „Papa Moll“, die Verfilmung einer Schweizer Kult-Comicreihe. „Bevor der Film nach Deutschland kommt, muss er synchronisiert werden, wir sprechen ja Schweizerdeutsch.“ Wehe, Deutsche imitieren den Dialekt, „das mögen Schweizer überhaupt nicht“, warnt Isabella Schmid.

Doch eigentlich versteht die Mimin Humor, was ein Fauxpas bei der Berlinale beweist: „Ich war im Kölner Karneval als Katze verkleidet, am Mantel hing ein langer Schwanz. Tage später fliege ich zur Berlinale, gehe über den roten Teppich. Als ich meinen Mantel an der Garderobe abgeben will, sehe ich mit Schrecken, der Schwanz ist ja noch dran. Supermarkt, Taxi, Flieger – niemand hat mich auf das Ding angesprochen. Seitdem sage ich: Jede Frau sollte ihren Schwanz in der Handtasche tragen.“

(fai)
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