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Stadtgeflüster: Von der Leinwand auf den Teppich

Thomas Schmauser und Lena Urzendowsky wurden als beste Schauspieler ausgezeichnet. Bilder > Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (.) Thomas Schmauser und Lena Urzendowsky wurden als beste Schauspieler ausgezeichnet.

Die hessischen Oscars werden vergeben und alles, was in der Filmszene Rang und Namen hat, jettet nach Frankfurt. „Ich habe noch nie einen Preis gewonnen und werde wohl auch nie einen erhalten“, klagt vor der Vergabe Thomas Schmauser . Doch das irrte er sich. Denn der Schauspieler, der in der Filmsatire „Der große Rudolph“ neben Hannelore Elsner spielt, bekam beim Hessischen Filmpreis in der Alten Oper die Auszeichnung als bester Schauspieler. Beste Schauspielerin wurde Lena Urzendowsky , die im selben Film die Evi gibt.

Im Gegensatz zu Schmauser hat die 18-Jährige schon einige Preise eingeheimst – unter anderem den Grimme-Preis. „Wenn ich gewinnen sollte, werde ich einfach sagen, was ich denke“, so die Ausgezeichnete zuvor. Und das war: ein Danke dafür, dass sie als so junge Schauspielerin „eine solche Wertschätzung erfahren darf“. Auch eine Frankfurterin nahm eine Trophäe mit: Die Filmemacherin Ina Knobloch wurde für ihren Film „Die Akte Oppenheimer“ mit dem Preis für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet. Der beste Spielfilm kam vom Regisseur Miguel Alexandre und hört auf den Titel „Arthur und Claire“. Auf dem Teppich tummelten sich die Frankfurter Schauspielerin Luise Bähr, Ehrenpreisträger Matthias Brandt , die für ihre Rolle bei „Bad Banks“ nominierte Paula Beer, die allerdings leer ausging, Mimin Dennenesch Zoudé, der Hollywood-Star Michael Madsen und Dunja Rajter. „Ich freue mich besonders auf Matthias Brandt, weil ich seinen Vater kannte und für ihn mal gesungen habe“, so Dunja Rajter. Zu den Schönsten auf dem roten Teppich zählte die ganz in rot gekleidete Pegah Ferydoni , die einst mit „Türkisch für Anfänger“ bekannt wurde. Gestern hielt sie die Laudatio auf den besten Schauspieler. „Ich war noch bei keinem anderen Filmpreis so oft, wie beim hessischen“, sagt die 35-Jährige. „Preise sind wichtig, um ein Bewusstsein für die Filme zu schaffen“, findet die Schauspielerin, die demnächst auch in „Der letzte Mieter“ mitspielt. „Aber viel wichtiger ist, dass die Leute ins Kino gehen und sich den Film anschauen. Und vielleicht mit einem Lächeln nach Hause gehen.“

(es)

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