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Stadtgeflüster: Was Eva Habermann nach Frankfurt bringt

Die Moderatorin und Schauspielerin Eva Habermann hält sich zurzeit in Frankfurt auf - und wird etwas länger bleiben.
Zwei Generationen, einen Leidenschaft: die Schauspielerei. Sie führt Marianne Rogeé (l.) und Eva Habermann jetzt in der Komödie zusammen. Foto: Kammerer, Bernd Zwei Generationen, einen Leidenschaft: die Schauspielerei. Sie führt Marianne Rogeé (l.) und Eva Habermann jetzt in der Komödie zusammen.
Frankfurt. 

Gut zwei Jahrzehnte hat Schauspielerin und n-tv-Reisemoderatorin Eva Habermann nicht mehr in Frankfurt gearbeitet, seinerzeit stand sie mit Hannelore Elsner vor der Kamera. Diesmal hat sich die gebürtige Hamburgerin länger eingerichtet am Main, noch bis zum 28. Oktober ist sie mit Schauspielkollegin Marianne Rogée in der Komödie im Stück „Fremde Verwandte“ zu sehen. „Ich hegte lange Vorurteile gegen Frankfurt, aber die sind jetzt weg, denn die Stadt hat sich toll entwickelt, allein schon die vielen Straßencafés, die es früher nicht gab, haben mich positiv überrascht“, gibt Eva Habermann zu. Für die Kölnerin Marianne Rogée, bekannt geworden als Darstellerin der singenden Geschäftsfrau Isolde Pavarotti im TV-Klassiker „Lindenstraße“, bedeutet der Aufenthalt in Frankfurt die Erinnerung an ihren Großvater, der in der Rossertstraße am Palmengarten lebte. Rothaarig und hochattraktiv – zwar spielte sie im Beruf oft die Diva, doch beim Plaudern im Bistro der Komödie zeigt sich Marianne Rogée bodenständig und ausgesprochen offen, auch was ihre Familie angeht: „Ich wuchs in Coesfeld bei Pflegeeltern in ärmlichsten Verhältnissen auf. Hochdeutsch war meine erste Fremdsprache, doch das wunderbare Münsterländer Platt pflege ich bis heute. Von amerikanischen Verwandten erfuhr ich schließlich, dass mein Großvater in Frankfurt lebt. Er sah mich und fing an zu weinen, denn ich erinnerte ihn an seinen Sohn, meinen Vater, den ich nie kannte. Drei Monate nach dieser Begegnung starb der Großvater.“ Je mehr sie über ihrer Herkunftsfamilie erfuhr, desto mehr fand sie sich darin wieder, „es waren Tänzer und Zirkusartisten darunter, auch eine berühmte Schauspielerin, die Theodor Fontane in einem Werk erwähnt.“ In sorgsam gewählten Worten erzählt die Mimin, jedes Wort sitzt akkurat. Ein bisschen könnte das auch an der 1994 verstorbenen Volksschauspielerin und Fernsehproduzentin Lia Wöhr liegen, denn sie war Rogées Schauspiellehrerin und bereitete die Münsteranerin auf die Abschlussprüfung vor. Obgleich vor allem im Hessischen bewandert, gab Lia Löhr ihr den letzten Schliff. Gebannt lauscht Eva Habermann den Erinnerungen und lobt ihrerseits: „Marianne gibt mir hervorragende Tipps, bei Pointen etwa.“ Das aktuelle Stück kommt bestens beim Publikum an, vor allem die spritzigen Kabarett-Dialoge rund um die Liebe mit großem Altersunterschied produzieren Lacher. Eva Habermann hat im wahren Leben vor zwei Jahren ihren „Mr. Right“, „meine große Liebe“, gefunden, einen Kameramann und Filmeditor. „Ich bin seit langem in wunderbaren Händen“, verriet Rogée. Mehr als nur eine Liebe habe sie erlebt, „so war ich neun Jahre mit einem Mann aus Sansibar liiert, in dieser Zeit habe ich alle Facetten von Rassismus erlebt.“ Für beide Frauen ist der Terminkalender nach dem Frankfurter Gastspiel bestens gefüllt: Marianne Rogée kümmert sich um ein Charity-Projekt mit Katzen-Zeichungen von Prominenten, das Obdachlosen zugutekommt, und Eva Habermann steigt in den Flieger nach Bahrein, um eine weitere Reisereportage zu drehen. Außerdem produziert sie eine Horror-Komödie, die ab Halloween 2019 zu sehen sein wird. Die schräge Hauptrolle spielt Habermann selbst, ein giftgrüner Troll wird ihr Paroli bieten.

(fai)

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