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Wenn Bäppi singt, glänzt er

Als Lia Wöhr singen und derbe Späße reißen: Das sind Bäppi la Belles Glanzmomente bei „Lieber blau als gar kein Bock“. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Als Lia Wöhr singen und derbe Späße reißen: Das sind Bäppi la Belles Glanzmomente bei „Lieber blau als gar kein Bock“.

Es wird viel gesungen und getrunken an diesem Abend. Die Stimmung in der Ebbelwei-Wirtschaft „Zur schönen Müllerin“ als ausgelassen zu beschreiben, wäre untertrieben. Gleich mehrere Male intonieren alle Anwesenden die „Hymne“ „Die Frau Rauscher“. Und obwohl es noch gut zwei Wochen hin ist bis zur fünften Jahreszeit, ist Schunkeln angesagt.

Es ist der erste Abend von Bäppi la Belles neuestem Streich. Als Reminiszenz an den hessischen Entertainer Heinz Schenk rief Travestiekünstler Bäppi eine eigene Show ins Leben. „Wir wollen dem lieben Heinz, der Lia und dem Reno gedenken“, erklärt er, sagt aber auch, „dass der Heinz Schenk ein echter Stinkstiefel war“. Bäppi nannte seine Show, die im Januar auch im Internet zu sehen sein wird, in Anspielung an die Kultsendung „Zum blauen Bock“ „Lieber blau als gar keinen Bock“ und spielt – wie sollte es anders sein – die Hauptrolle.

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Als Lia Wöhr verkleidet unterhält er sich mit sechs Gästen, löscht seinen Durst mit Ebbelwei pur – da muss ihm Thomas Isser , der als Reno Nonsens dabei ist, einige Gerippte reichen – und stimmt immer wieder das ein oder andere Liedchen an. Der „Benefiz-Song“, den Thomas Bäppler-Wolf, wie Bäppi mit bürgerlichem Namen heißt, für den leidgeplagten FSV aufgenommen hat („Lass’ doch mal Dampf ab“), darf nicht fehlen. Und auch die neue „Titelmelodie“ für die Show trällert er vor.

Das sind auch die Momente, in denen Bäppler wirklich glänzt: Wenn er singt (und dabei von Gabriel Groh am Keyboard begleitet wird) und seinen – relativ derben – Humor ins Spiel bringt. So erzählt er etwa, dass er den FSV-Spielern gedroht habe, mit ihnen zu duschen, wenn sie das nächste Mal verlieren. Das kommt gut an. Auch bei Stephan Siegler (CDU). Der Stadtverordnetenvorsteher und FSV-Vize ist einer der sechs Gäste, mit denen Bäppi la Belle ein Schwätzchen hält.

Er möchte dabei Menschen vorstellen, die man kennen sollte. Deshalb hat er außer Siegler noch die Stadtverordnete Stella Stilgenbauer (SPD), die einen Laden für Damenbekleidung in Übergrößen hat, und den Rapper „Caser nova“, der bürgerlich Dennis Elfert heißt und das Lied „Frau Rauscher“ auf seine Art vertonte, eingeladen. Er trägt den Song auch vor und selbst Torsten Dornburger , Chef der „Schönen Müllerin“, gibt ein Lied zum Besten. Zudem sind Joachim Letschert , der den Christopher Street Day in Frankfurt auf die Beine stellt, und Travestietänzer Rene Rexhausen , der dem Publikum aufreizend vortanzt, mit dabei. Ein wenig geplaudert hat er auch mit ihnen. Doch das sind die Momente, die noch ausbaufähig sind.

Lia Wöhr war 20 Jahre lang Schenks Sketchpartnerin. Ob Bäppis „Lieber blau als gar keinen Bock“ so lange durchhält – zu wünschen wär’s ihm.

(es)
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