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Wenn die Hannelore mit dem Shantel im Yachtclub turtelt

Ein Herz und eine Seele: Hannelore Elsner und Shantel. Foto: Bernd Kammerer Ein Herz und eine Seele: Hannelore Elsner und Shantel.

Ein eigenes Frankfurt-Magazin der Zeitung „Die Zeit“ war gestern Abend der Anlass einer Feier im Yachtclub am Sachsenhäuser Ufer. Und 200 gut gelaunte Gäste kamen an Bord der In-Location. Auch Starschauspielerin Hannelore Elsner (75), die unter dem roten Sonnenschirm an einem Glas Prosecco nippt während die letzten Sonnenstrahlen einen goldenen Kranz um ihre streng nach hinten gekämmten Haare bilden. Sie plaudert angeregt mit Stefan Hantel „Shantel“ (50), Erfinder des Balkan-Pops, lacht und flirtet. Beide gehören zu 34 Frankfurtern, die dem Zeit Magazin Frankfurt unlängst ihre Stimme gegeben haben.

Chefredakteur Christoph Amend ist in Butzbach groß geworden und empfand Frankfurt als Junge als die große weite Welt. „Wir sind damals wie zu einem Abenteuer im Buffalo in der B-Ebene eingefallen“, erinnert er sich. Hannelore Elsner lacht in einem blau-weißen Overall und flachen Sandalen. „Als ich nach Frankfurt kam, hieß es noch, man könne als Frau nicht alleine durch die Dämmerung gehen. Schon gar nicht im Park. Und besonders nicht mit einer großen Tüte. “ Als sie eine große Tüte vom Einkaufen hatte, bot ihr der Verkäufer an, sie zu ihr nach Hause zu liefern. „Als ich ihm meine Adresse geben wollte, sagte er: Wir wissen schon, wo Sie wohnen.“ Elsner fühlt sich in der Mainmetropole pudelwohl. „Hier gab und gibt es die besten Partys, die Stadt ist so multikulti und immer angenehm.“ Von Taxifahrern erbittet sie einen speziellen Weg vom Flughafen. „Über die Schweizer Straße, am Museumsufer lang und über die Brücke mit Blick auf die tolle Skyline.“

Elsner und Shantel haben sich vor vielen Jahren bei einem Fotoshooting kennengelernt. „Wir mochten uns sofort“, erinnern sich die beiden. Seither haben sie sich zwar nicht mehr gesehen, aber auch heute sind sie wie damals ein Herz und eine Seele. Beide flüstern miteinander und geben sich Küsschen. Nicht einfach mit dem olivfarbenen Käppi von Shantel. „Als ich 1987 nach Frankfurt kam, bekamen meine Freundin und ich eine Wohnung in der Kaiserstraße angeboten. Das war damals eine No-Go-Area. Trotzdem war es dort schon damals sehr kosmopolitisch. In der Wohnung haben wir die wildesten Partys gefeiert. Der Rest von Frankfurt war einfach nur grau.“ Jetzt wünscht sich Shantel, „dass Frankfurt das wird, was es schon ist und sein sollte: Die wichtigste kosmopolitische Schnittstelle in Europa“. Er möchte, dass eine Solidarität aus Bankern, Kultur, Kids und Straße entsteht. „Das hat Zugkraft mit tollen Ideen.“

(bi)

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