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Partymacher Romanov sucht Schiffer: Wer schleppt Hans ab?

Hans Romanov gilt als der phantasievolle Paradiesvogel der Frankfurter „Nightlife“-Szene – auch wenn er sich gern in dezenten Farben zeigt. Selbst jetzt bei seinem ersten Festival in einem Eros-Club. Foto: Bernd Kammerer Hans Romanov gilt als der phantasievolle Paradiesvogel der Frankfurter „Nightlife“-Szene – auch wenn er sich gern in dezenten Farben zeigt. Selbst jetzt bei seinem ersten Festival in einem Eros-Club.
Frankfurt. 

Nach mehr als zwei Jahrzehnten kehrte der bekannte Partymacher Hans Romanov jetzt ins Bahnhofsviertel zurück und veranstaltete im „Black Russian Club“ eine „Eros_49“-Feier. Und war bass erstaunt, wie gut das von ihm erstmals angewendete Festival-Konzept ankam: Stündlich wechselten sich die Musiker und DJs ab. „So etwas wie hier hatte ich noch nie gemacht“, resümiert er. „Es hat alles reibungslos geklappt.“ Beeindruckt hat ihn auch wieder einmal die Feierwütigkeit der Frankfurter Partysanen: „500 Leute sind gekommen“, erzählt der Endfünfziger begeistert, der bereits seit Ende der 1980er Jahre Feten am Main organisiert. Doch so ist das Leben: Selbst ein so „alter Hase“ wie er erlebt halt ab und zu ein „erstes Mal“.

(Noch) nicht ganz so erfolgreich läuft hingegen ein weiteres Projekt des umtriebigen Mannes. Mitte dieses Monats soll nämlich sein „Baby“, der „Yachtklub“, wieder am Sachsenhäuser Mainufer vor der Maininsel neben der Alten Brücke anlegen. Doch Romanov braucht noch einen bewährten Schiffer, der seinen schwimmenden Klub (alle seine Klubs werden mit „K“ geschrieben, darauf legt er großen Wert) dorthin schleppt. „Momentan liegt das Schiff noch im Osthafen vor Anker. Doch das Frankfurter Schlepperunternehmen, das dies bisher erledigt hat, kann das definitiv nicht mehr tun“, so Romanov. Und ein Ersatz ist noch nicht in Sicht. „Ich bin aber fleißig am Telefonieren“, gibt er sich optimistisch. Das scheint sich auszuzahlen, denn er hat „schon ein Angebot eines Berliner Schleppers eingeholt“. Und auch ein Aschaffenburger und „sogar ein Offenbacher“ Schlepper haben Angebote abgegeben. Was allen Schiffern gemein ist: „Sie brauchen eine Genehmigung vom Wasser- und Schifffahrtsamt“.

Nun sollte nicht mehr so viel Wasser den Main hinunterfließen, ehe der „Yachtklub“ wieder anlegt. Schließlich ist Romanov auch Geschäftsmann und möchte die ohnehin nicht lange Frühlings- und Sommersaison so gut wie möglich ausnutzen. „Es bleibt spannend“, sagt er, „ich bin aber ganz optimistisch.“ Muss er auch sein, „sonst wäre das ein Desaster“.

Romanovs alternative Clubs und Partyreihen sind legendär. Alles begann damit, dass der gebürtige Berliner im zarten Alter von 30 Jahren von der Spree an den Main zog. Er erinnert sich gut daran, dass die Clubszene sich damals an „fünf bis sieben Fingern“ abzählen ließ. Das war für den gelernten Industriekaufmann, der sein Geld auch einmal als Masseur verdiente, der Ansporn. 1987 gab er in der Innenstadt im Club „No Name“ mit der Partyreihe „Thursday’s Child Night Club“ sein erfolgreiches Debüt. Seither ist er aus der Szene nicht mehr wegzudenken.

(es)
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