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Wie der Vater, so der Sohn

Noe Fazi Eckert Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Noe Fazi Eckert

So mancher Gründer eines Familienbetriebs träumt davon, dass der Nachwuchs in seine Fußstapfen treten will. Doch etliche kämpfen eher damit, dass die Töchter und Söhne einem „cooleren“ Beruf nachgehen wollen. Leichter hat es da ein Rockstar. Und so möchte der 17-jährige Noe Fazi Eckert prompt so werden wie sein Papa, ist dieser doch ein bekannter Frankfurter Musiker. Er jettet durch die Welt, tritt in ausverkauften Hallen auf und verkauft Alben wie die sprichwörtlich warmen Semmeln: der Frankfurter Stefan Hantel . Er trägt den Künstlernamen Shantel und wurde berühmt, weil er Balkanklänge gekonnt mit Popmusik mixte, das Ganze Balkanpop nannte und mit dem „Bukuvina Orkestar“ in die Welt hinaustrug.

Das möchte Sohn Noe auch tun, wenn auch auf seine eigene Art und Weise. „Für mich gibt es nur die Musik. Ich arbeite schon länger an meiner Karriere. Das ist mein Traum, seitdem ich denken kann“, erzählt er und wirkt wie ein abgeklärter 30-Jähriger. Einen Künstlernamen hat er auch schon: Noe Fazi.

Der 17-Jährige möchte elektronische Musik gemeinsam mit Gastsängern produzieren. „Ich werde sie kontaktieren und dann kommen sie zu mir ins Studio.“ Tatsächlich betreibt er bereits ein solches in Sachsenhausen. „Seit ich neun Jahre alt bin, spiele ich Westerngitarre“, erzählt er weiter. „Davor habe ich Cello und Klavier gespielt und habe mir auch selbst das Schlagzeugspielen beigebracht“, so der junge Multiinstrumentalist.

Was verwundert, ist, dass er eine Abneigung gegen Noten hat. „Das Notenlesen habe ich nie gelernt, das mochte ich nicht.“ Aus gutem Grund: „Ich habe dann beim Musikmachen viel zu viel nachgedacht.“ Das habe sich prompt nachteilig auf seine Kompositionen ausgewirkt. Ihm gefiel es viel besser, anderen Musikern auf Hände und Finger zu schauen, ihnen zu lauschen und das Gehörte später nachzuspielen. Er ging schon als Kind seinen eigenen musikalischen Weg. „Auf dem Cello habe ich etwa immer Songs von Green Day oder den Beatles gespielt, aber nie etwas Klassisches“, erinnert sich Noe.

Als er das erzählt, steht er im „Walon & Rosetti“ in der Moselstraße im Bahnhofsviertel hinter den Plattentellern und sorgt für den richtigen Sound. Die Kunst des Auflegens schaute er sich bereits als Zwölfjähriger bei Papa Shantel ab, er lieh sich dazu dessen Schallplatten aus. „Er hatte nichts dagegen und mir gezeigt, wie das geht. Er wollte es mir beibringen“, erinnert sich Noe. Die Rolle, die sein Vater für ihn spielt, definiert klar: „Er hat mir Lust daran vermittelt, aber sonst habe ich alles allein gemacht.“ Derzeit kauft er viele Platten und will nur noch damit auflegen, so der Jung-DJ, der mit vier Freunden Musikpartys schmeißt. Sie gastieren unter anderem in Museen. Im August beschallt er das Schirncafé „für Jugendliche“, sagt Noe, der selbst ein solcher ist. Aber als künftiger Rockstar hat er vielleicht bereits eine andere Bewusstseinsebene erreicht ...

(es)
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