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Wo Kunst und Polizei aufeinander treffen

Robert Heimberger kam zur Eröffnung der ungewöhnlichen Ausstellung, die Franziska Nori kuratiert. Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (.) Robert Heimberger kam zur Eröffnung der ungewöhnlichen Ausstellung, die Franziska Nori kuratiert.

Die Polizei ist im Steinernen Haus am Römerberg. Aber das Domizil des Frankfurter Kunstvereins ist nicht zum Schauplatz eines Verbrechens geworden, sondern der Eröffnung der Ausstellung „Perception is Reality – Über die Konstruktion von Wirklichkeit und virtuelle Welten“. Und neben Künstlern wie Thomas Demand, Alicja Kwade, Marnix de Nijs oder Hans Op de Beeck ist auch das Landeskriminalamt des Freistaates Bayern mit von der Partie bei dieser Schau, die Franziska Nori, die Chefin des Kunstvereins, kuratiert.

Zur Eröffnung schaute Robert Heimberger, Präsident des Bayerischen Landeskriminalamtes, vorbei. Zu betrachten gibt es noch bis zum 7. Januar Darstellungen realer Tatorte. Das kriminaltechnische Institut, genauer das Sachgebiet „Zentrale Fototechnik und 3 D-Tatortvermessung“, präsentiert die digitalen Visualisierungen erstmals der Öffentlichkeit. Grund genug für Heimberger, einen Abstecher in die vermeintliche deutsche Hauptstadt des Verbrechens zu machen.

Und gleich noch ein Gegensatz traf an diesem Ort auf einen anderen: „Wir, die Polizei, sind von der Aufgabenstellung her eher konservativ aufgestellt. Die Kunst ist eher innovativ – was wir auch sind, aber auf anderem Gebiet“, so Heimberger. „Man würde bei einer Kunstausstellung in erster Linie nicht an die Polizei denken, deshalb finde ich diese Schau so besonders. Das ist ein Überraschungseffekt“, sagt Heimberger, der Frankfurt nur sehr kurz besuchte und noch in der Nacht des Eröffnungsabends nach einem Essen im Margarete an der Braubachstraße wieder nach München fuhr. „Ich muss aber nicht selber fahren, zum Glück“, scherzt Heimberger.

(es)
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