Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 7°C

Zwei friedliche Löwinnen

Ladys in Red: Die Freundinnen und Schauspielerinnen Olivia Silhavy (links) und Anja Kruse gastieren gemeinsam in der Komödie. Foto: Michael Faust Ladys in Red: Die Freundinnen und Schauspielerinnen Olivia Silhavy (links) und Anja Kruse gastieren gemeinsam in der Komödie.

Olivia ist das Gegenteil von mir, denn sie geht mit weiten Armen auf andere zu. Ich bin da viel zurückhaltender“, beschreibt Schauspielerin Anja Kruse (61) einen Charakterzug ihrer langjährigen Freundin Olivia Silhavy (60), mit der sie ab heute in der Frankfurter Komödie im Stück „Franciscas Männer“ auf der Bühne steht. „Anja ist in vielen Bereichen disziplinierter als ich“, erklärt wiederum die Wienerin Olivia Silhavy, die am Max Reinhard-Seminar ausgebildet worden ist.

So unterschiedlich sie scheinen, so einig sind sich die Freundinnen, die sich Ende der 1980er Jahre in Wien kennenlernten, in der Auffassung über das Leben, die Liebe und die Männer.

Beide Frauen sind im Sternzeichen Löwe geboren, haben aber noch nie die „Krallen“ gegeneinander ausgefahren. „Wir kennen keinen Streit, kennen aber unsere Eigenheiten“, sagen sie. Außerdem sind sie beide Anhängerinnen einer japanischen Richtung des Buddhismus, was mit einer gelasseneren Lebenseinstellung einhergeht.

„Wenn eine Frau sehr stark ist, wird es schwierig mit den Männern“, erklärt die Single-Frau Olivia Silhavy, die gerade das Joggen im Frankfurt Grüneburgpark für sich entdeckt hat. Und die Freundin ergänzt mit Blick auf ihren Ex-Mann, den französischen Regisseur Jean-Louis Daniel: „Ich war fast 15 Jahre mit meinem Seelenpartner zusammen, es war Liebe auf den ersten Blick, und für diese gemeinsame Zeit bin ich auch dankbar. Doch nichts ist für immer.“ Die in Essen geborene Schauspielerin, die 1984 mit der Titelrolle im Historienfilm „Die schöne Wilhelmine“ im deutschen Fernsehen bekannt geworden ist, lebt heute als glückliche Singlefrau. Im Bühnenstück verkörpert Anja Kruse die geschiedene Francisca, die sich mit der Unterstützung ihrer Freundin, gespielt von Olivia Silhavy, noch einmal so richtig ins Leben stürzen will und sich vornimmt, mit zehn verschiedenen Männer eine Nacht zu verbringen, ohne sich jedoch an einen zu binden. Schönes „Pech“ nur, als sich Francisca gleich in den ersten Mann verliebt.

Regie führt die Schweizer Regisseurin Pia Hänggi , mit von der Partie ist Schauspieler Ralf Stech („Rote Rosen“). „Das alles ist sehr vergnüglich für den Zuschauer, und man wird feststellen, wie Missverständnisse zwischen Mann und Frau aufkommen und funktionieren. Das Ende haben wir etwas vom Buch abweichen lassen, das soll eine Überraschung sein“, sagt die Hauptdarstellerin Anja Kruse.

Doch apropos aufregende Männer: Hier kann Olivia Silhavy über den Hollywood-Beau Ryan Reynold berichten, mit dem sie vor drei Jahren den Kinofilm „Die Frau in Gold“ drehte: „Ich erlebte ihn als sympathischen und natürlichen Kollegen – im Gegensatz zu Katie Holmes , die am Set mit einem Bodyguard auftauchte. Selbst wenn eine Szene bis zu 50 Mal gedreht wurde, hing Ryan Reynold kein einziges Mal im Text. Auch nuschelte er nicht, obwohl er, um wie ein streberhafter Anwalt auszusehen, spezielle Vorderzähne tragen musste.“ Herzlich auf Menschen zugehend, hatte die Schauspielerin damals jedem Kollegen ein Souvenir aus Wien mitgebracht: „Ein Magnet mit dem Klimt’schen Porträt der Adele , um dieses Gemälde geht es ja in dem Filmdrama.“ Gerade hat die Wienerin wieder einen Kinofilm abgedreht, diesmal mit Anja Kruse. „A Rose in Winter“ erzählt die Geschichte der jüdischen Nonne Edith Stein , die in Auschwitz ermordet wurde.

„Acht Wochen drehten wir in Budapest, ich spiele Ediths Schwester und Olivia die Lehrerin der wissbegierigen Edith“, schildert Kruse, um augenzwinkernd der Freundin zu sagen: „Du erinnerst mich in der Rolle an Maggie Smith in den Harry Potter -Verfilmungen.“ Bis 22. Oktober bleiben die besten Freundinnen in Frankfurt.

(fai)
Zur Startseite Mehr aus Stadtgeflüster

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse