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Zwischen Yoga und Excalibur

Das muss man erst einmal hinkriegen – Ralf Bauer in einer typischen Yogastellung. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Das muss man erst einmal hinkriegen – Ralf Bauer in einer typischen Yogastellung.
Frankfurt. 

Verschwitzte, knapp bekleidete Damen jeden Alters scharen sich um den Mann, der da auf der untersten Stufe einer kleinen Tribüne sitzt, Autogramme und Widmungen in Bücher schreibt. Und das schon relativ früh am Tag.

Doch wenn Ralf Bauer in der Stadt ist, dann gibt es für viele kein Halten, dann müssen sie dabei sein. Es ist Sonntagmorgen und der 50-jährige Mime, der durch Filme wie „Jud Süß“ und Serien wie „Gegen den Wind“ bekannt wurde, hat im Meridian Spa im Skyline Plaza gerade eine Doppelstunde „Lu Jong“-Yoga gegeben.

Bauer hat sich dieser ältesten und ursprünglichsten Form des Yoga bereits vor 18 Jahren verschrieben. Seit sieben Jahren ist er selbst als „Lu Jong“-Lehrer tätig. Nun ist die Heilyogastunde seit wenigen Minuten vorbei und Ralf Bauer, der im vergangenen Jahr auch bei der TV-Show „Let’s Dance“ mitmachte, allerdings nicht ganz bis zum Schluss durchhielt, nimmt sich Zeit für seine Fans. Und verkauft Bücher und CDs.

Denn Yoga, das ist bei ihm nicht nur für Körper und Seele gut, sondern sein anderes großes Standbein – auch finanzielles. „Es gibt immer öfter Anfragen nach diesen Kursen“, weiß der Schauspieler. „Ich versuche, sie zu bündeln und dann so komprimiert wie möglich anzubieten.“ Deshalb gehen sie in diesem Jahr alle im November über die Bühne. Seine nächste Station ist Österreich, da geht es dann um Yoga und Ernährung – „um die tibetische Ernährungslehre“.

Inzwischen hat er viele DVDs und Bücher veröffentlicht und seine spirituelle Seite dargelegt. Seine intensive Beschäftigung mit der indischen philosophischen Lehre des Yoga führte Bauer auch mehrmals schon nach Tibet. Seither setzt er sich für die Rechte der Tibeter ein und ist ein großer Verehrer und guter Bekannter des Dalai Lama. Zurück zum Yoga in Frankfurt. Es ist das zweite Mal, dass er mit dem Meridian Spa zusammenarbeitet. „Die Übungen habe ich in der Zeit natürlich verändert, denn es ist sehr viel tibetisches Yoga dazugekommen“, erklärt Ralf Bauer, der auch in seinem Beruf als Schauspieler alle Hände voll zu tun hat. Vor kurzem erst drehte er den deutschen Horrorstreifen „Goblin 2“ ab, der im kommenden Jahr in die Kinos kommt und in dem Bauer als Bürgermeister zu sehen ist.

Übrigens an der Seite von seiner Ex-“Gegen den Wind“-Kollegin Eva Habermann , die die Hauptrolle spielt. „Ich habe bis vor kurzem in Boston einen Film fürs ZDF gedreht, der im Frühjahr ausgestrahlt wird, in dem ich mit Fiona Coors zu sehen sein werde“, so Bauer. Gern hätte er seinem Freund Antonio Putignano, der bis vor einigen Monaten noch ein Restaurant an der Glauburgstraße hatte, in diesem Film eine Rolle verschafft.

„Es gab einen guten Part, aber das hat nicht geklappt.“ Und er hat schon wieder ein neues Projekt, will mit einem indischen Regisseur einen Film machen. Doch zunächst steht das Fest der Liebe vor der Tür. „Das verbringe ich in Baden-Baden, aber in Ruhe“, kündigt er an. „Ich habe eine große Familie – elf Cousins und Cousinen und mein Opa lebt auch noch.“ Geschenke will Bauer nicht. „Zu Weihnachten brauche ich nichts.“ Und nun hat sich spontan auch noch etwas Neues ergeben, so dass Bauer in der Vorweihnachtszeit nicht langweilig wird: Weil Michael Mendl im Krankenhaus liegt, ist Bauer bei der Show „The Celtic Rock Opera Excalibur“, die am 9. Dezember in der Festhalle gastiert, eingesprungen und wird als Zauberer Merlin durch die Rock-Oper führen, in der neben den Rock-Legenden Michael Sadler von der Gruppe „Saga“, Martin Barre von „Jethro Tull“ und John Helliwell von „Supertramp“ noch der Mittelalter-Rocksänger Eric Fish von „Subway To Sally“, mitwirkt.

„Am Montag habe ich den Anruf bekommen, und weil ich das Abenteuer liebe – es ist nämlich eine ziemlich tragende Rolle mit viel Text –, habe ich zugesagt“, so Bauer, der gestern bereits in München mit der Show Premiere feierte.

(es)
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