E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 21°C

Als die Übungspuppe im Schlauchturm hing

Von 40 Jahre Jugendfeuerwehr, da geht schon mal was in Vergessenheit, sogar der eigene Geburtstag. Wie heißt es doch - besser spät als nie.
Die Löschtiger-Bande hat sich formiert. »Patenonkel« Landrat Ulrich Krebs (mit Plüschtiger) freut sich über so viel Nachwuchs. 	Foto: Schneider Die Löschtiger-Bande hat sich formiert. »Patenonkel« Landrat Ulrich Krebs (mit Plüschtiger) freut sich über so viel Nachwuchs. Foto: Schneider
Gemünden. 

Der Gemündener Jugendfeuerwehr ist ihr eigener Geburtstag zum Glück wieder eingefallen, da war er allerdings schon rum. Deshalb war das am Wochenende gefeierte 40-jährige Bestehen eigentlich schon das 41..

Macht aber nichts, es war trotzdem ein tolles Fest, bei dem oft in die Gründerjahre zurückgedacht wurde. Auch von Bürgermeister Axel Bangert (SPD), Gemündener Gewächs und Gründungsmitglied. Spaßhalber ärgert er sich heute noch über einen verlorenen Sieg bei einem Wettkampf, bei dem Gemünden wegen falscher Knoten mit Pauken und Trompeten durchgefallen ist. Und das nur, weil Gründungsjugendwart Bruno Rühl ihnen die falschen Knoten beigebracht hatte.

Holger Sorg, ebenfalls ein frühes Mitglied und heute immerhin stellvertretender Gemeindebrandinspektor, weiß noch genau, für welches Entsetzen er und seine Kumpels damals im Dorf gesorgt hatten, als sie die mit Kombi und Stiefeln bekleidete Übungspuppe zum Trocknen im Schlauchturm aufgehängt hatten. Einer hatte im Halbdunkel von unten die Füße baumeln sehen und war schreiend durchs Dorf gerannt. Das gab natürlich einigen Ärger.

Beim Festkommers waren neben Schirmherr Landrat Ulrich Krebs (CDU), Parlamentschef Götz Esser (FWG), Bürgermeister Axel Bangert und Ortsvorsteher Matthias Zenkert (SPD) auch ranghohe Feuerwehrleute gekommen, an ihrer Spitze der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Norbert Fischer, der stellvertretende Kreisbrandinspektor Ralf Henrici, Kreisjugendwart Ulrich Hiller und die stellvertretenden Gemeindebrandinspektoren Thomas Jeck und Holger Sorg.

Als ehemaliges Jugendfeuerwehrmitglied könne man es bis zum Bürgermeister bringen, griff Landrat Krebs die Rede von Gemündens Feuerwehrchef Reinhard Wissig auf. Der hatte auf Studien verwiesen, wonach Jugendfeuerwehrleute im Beruf aufgrund ihrer Ausbildung und ehrenamtlichen Arbeit die besseren Chancen haben. Krebs unterstrich die Bedeutung der Jugendwehr: „Ohne sie gäbe es manche Feuerwehr heute nicht mehr.“

Bürgermeister Bangert sagte, Feuerwehr sei immer noch etwas Besonderes. Sie fördere die Kameradschaft und das „gute Gefühl, anderen helfen zu können“. Bangert freute sich über die Begeisterung, mit der der Nachwuchs dabei sei: „Hoffentlich bleiben viele dabei, damit wir sie später in die Einsatzabteilung übernehmen können.“

Parlamentsvorsteher Götz Esser nannte die Feuerwehr „eine der größten Bürgerinitiativen“, die auf der Jugendarbeit aufbaue. Kreisverbandschef Norbert Fischer sprach von der Feuerwehr als einer Erfolgsgeschichte, deren erste Kapitel ganz unten, in den Jugendfeuerwehren, geschrieben werden.

Ein besonderer Höhepunkt des Kommers war die offizielle Gründung der Bambini-Wehr: 21 Buben und Mädchen, alle aus Gemünden. Sie sind die „Löschtiger“, geleitet und betreut von Jens Berger, Heike Deuermeier und Stefanie Hartmann. Landrat Krebs hat die Patenschaft übernommen und bekam dafür neben einer Urkunde auch einen kleinen Plüschtiger, der einen Ehrenplatz in seinem Büro bekommen soll.

Zur Startseite Mehr aus Hochtaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen