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Auf getrennten Wegen zur Bahn

Die Sicherheit der Fußgänger beim Überqueren der Frankfurter Landstraße auf dem Weg zur U-Bahnhaltestelle Weißkirchen soll erhöht werden. Das hat der Ortsbeirat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.
Das gemeinsame Überqueren des Fußgängerüberwegs an der Bahn-Station birgt Konfliktpotenzial.	Foto: Priedemuth Das gemeinsame Überqueren des Fußgängerüberwegs an der Bahn-Station birgt Konfliktpotenzial. Foto: Priedemuth
Weißkirchen. 

Derzeit passieren Fußgänger und Fahrradfahrer den ampelgesteuerten Übergang über die Frankfurter Landstraße gemeinsam. Das Problem daran: Viele Radler steigen nicht vom Sattel und schieben ihr Rad somit nicht vorschriftsgemäß über die Straße oder über die Fußgängerstreifen der Kurmainzer Straße/Ecke Frankfurter Landstraße.

„Dabei kommt es immer wieder vor, dass Fußgänger erschrecken und manchmal sogar von den Radlern angerempelt werden“, berichtete Frank Steinert (SPD) jetzt im Ortsbeirat. „Gerade ältere Menschen klagen darüber, dass sie sich durch die Radler belästigt fühlen“, sagte er.

 

Zwei getrennte Spuren

 

In einem Prüfantrag schlägt die SPD vor, auf den Fußgängerüberwegen über die Kurmainzer und die Frankfurter Landstraße per Fahrbahnmarkierung separate Spuren für Radfahrer einzurichten. Die Ampeln sollten auch nicht mehr nur eine Grünphase für Fußgänger, sondern für Fußgänger und Radler anzeigen. Und den Gehweg entlang der Frankfurter Landstraße zum Edeka-Markt wollen die Sozialdemokraten ebenfalls für Radfahrer freigeben. Denn der offizielle Weg für Radler über die Franz-Dietz-Straße werde nicht genutzt, weil zu umständlich, so die SPD. Die Änderungen sollten im Zuge der geplanten Umgestaltung des Kreuzungsbereichs mit neuer Ampelanlage geprüft werden.

Die Grünen sprachen sich allerdings im Ortsbeirat dagegen aus, Radfahrern den ampelgesteuerten Übergang über die Frankfurter Landstraße zur U-Bahn und weiter ins Feld zu erlauben. „Wir haben ein Problem damit, dass der Übergang freigegeben wird. Eigentlich ist er mit Fahrrädern nicht zu befahren. Sie müssen drei Mal eine 90 Grad Kurve nehmen. Eine Genehmigung wird die Sicherheit der Fußgängern verringern“, sagte Stephan Schwarz (Grüne). Steinert entgegnete: „Es geht darum, die Wildfahrerei der Radler zu verhindern. Wenn keine getrennten Wege für Fußgänger und Radfahrer eingerichtet werden können, wird man uns das schon mitteilen.“

Die Grünen forderten in einem Änderungsantrag, lediglich den Übergang über die Kurmainzer und den sich anschließenden Gehweg zum Edeka für Radler freizu geben. Die Aufforderung von Ortsvorsteher Nikolaus Jung (CDU) an den Ortsbeirat, sich auf eine Formulierung zu einigen, scheiterte am Widerstand der Grünen.

 

„Das ist Quatsch“

 

Nach längerer Diskussion über den Änderungsantrag zogen ihn die Grünen zurück, kündigten für die Abstimmung aber Enthaltung an. „Eine Freigabe des Übergangs über die Frankfurter Landstraße für Radler prüfen zu lassen, ist Quatsch“, betonte Schwarz. Der Ortsbeirat mache sich ein Stück weit lächerlich, wenn er etwas fordere, was so nicht funktionieren könne. Das sah nicht nur die SPD anders, auch CDU und FDP unterstützten bei der Abstimmung den Antrag der Sozialdemokraten.

(Sophia Bernhardt)
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