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Ausstellung: Im Griff der Bürokratie des NS-Terrors

Königstein. 

Die Arbeit der „Initiative Stolpersteine“, die am Montag in der Verlegung von 18 Steinen in Königstein ihren ersten, aber nicht letzten Niederschlag fand, hat bei vielen Bürgern der Kurstadt Interesse geweckt und Fragen angestoßen. Wer waren die Menschen, deren Namen auf den Steinen stehen? Woher kamen sie, wo war ihr Platz in der Kurstadt? Wie konnte ihnen dieser Platz auf so unmenschliche Weise genommen werden?

Antworten darauf gibt eine Ausstellung, die noch bis Weihnachten in der Stadtbücherei zu sehen ist. Konzipiert von Stadtarchivarin Beate Großmann-Hofmann, Bücherei-Leiterin Simone Hesse und Pfarrerin Katharina Stoodt-Neuschäfer, rücken die Schautafeln die Menschen in den Blick, denen die ersten Stolpersteine gewidmet sind: Die Familien Steinberg und Gemmer, Hess und Cahn wie auch die Einzelschicksale von Moritz Seligmann und Sally Cahn.

Beim Studium der Texttafeln erfährt der Leser nicht nur vieles über die Opfer, sondern bekommt auch einen Eindruck von der Perfidie der Täter. Die Bürokratie des Terrors, die auf Umzugslisten haarklein das Hab und Gut der Verfolgten aufführt, scheint so korrekt, typisch deutsch und doch zugleich perfekt perfide, dass sie auch 70 Jahre danach noch die Sprache verschlägt.

Die Begleit-Ausstellung zur Verlegung der Stolpersteine soll bis Weihnachten in der Stadtbibliothek, Wiesbadener Straße 6, zu sehen sein.

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