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Bald ertönt das Martinshorn

Kürzere Wege, wenn‘s auf der A 5 oder in Ober-Erlenbach brennt – das geplante neue Feuerwehrhaus am Rande Ober-Eschbachs soll außer dem eigenen Stadtteil auch den Nachbarn zugute kommen. Auf diesem Acker Ecke Ober-Eschbacher Straße/Am Sauerborn will die Stadt eine moderne Fahrzeughalle für die Feuerwehr bauen.	Foto: jr Auf diesem Acker Ecke Ober-Eschbacher Straße/Am Sauerborn will die Stadt eine moderne Fahrzeughalle für die Feuerwehr bauen. Foto: jr

Ober--Eschbach. 

Bei der Rettung von Menschen in Not geht es oft um Minuten. Nicht nur müssen die Hilfskräfte schnellstmöglich vom Gerätehaus zum Einsatzort kommen – die Zeit läuft bereits, wenn sie vorher zum Gerätehaus eilen. In beiden Fällen ist es also gut, wenn dieses sowohl zentral, aber auch in der Nähe von Zufahrtsstraßen liegt.

Da in Ober-Eschbach das jetzige Gerätehaus mitten im Ortskern liegt und auch zu klein geworden ist (siehe auch "Zum Thema"), will die Stadt auf einer bislang landwirtschaftlich genutzten Fläche am südöstlichen Ortsausgang – an der Ecke Ober-Eschbacher Straße/Am Sauereck – ein neues Gerätehaus errichten. Der Magistrat hat am vorigen Montag für das 1,4 Hektar große Gebiet einen Bebauungsplan auf den Weg gebracht, jetzt fehlt noch das Plazet der Stadtverordnetenversammlung, die den Punkt am 28. Juni auf der Tagesordnung haben wird.

Außer zu Einsätzen in Homburg und seinen Stadtteile wird die Eschbacher Wehr auch oft zu Unfällen auf der Autobahn A 5 sowie zur Unterstützung nach Ober-Erlenbach gerufen. "Beides können wir von hier aus schneller erreichen", erklärt Homburgs Feuerwehrchef Daniel Guischard. Mit einer autarken Stromversorgung werde man dort auch auf Katastrophen wie Stomausfall oder Hochwasser reagieren können.

2,5 Millionen Euro stehen im Haushalt bereit, 2013 will die Stadt mit dem Neubau beginnen – einer Fahrzeughalle für vier große Einsatzwagen sowie Sozialräumen. Das Gebäude soll eine Grundfläche von 1000 Quadratmetern haben und wird bis zu acht Meter hoch. Rund ums Gebäude sollen zum Ausgleich Gehölze angepflanzt werden.

Eigentlich, räumt Stadtplanungsleiter Holger Heinze ein, sei der Standort "heikel", da es in der Schutzzone der Trinkwassergewinnungsanlage Pfingstborn liege, die 30 Prozent des Homburger Wassers beisteuere. Jedoch sei kein anderer, zur Disposition stehender Ort im Stadtteil so gut geeignet wie dieser, betont Bürgermeister Karl Heinz Krug (SPD). ahi

(Anke Hillebrecht)
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