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Bei diesem Konzert kann keiner ruhig sitzen bleiben

Von Premiere im Bürgerhaus: Voices Unlimited machte gemeinsame Sache mit der MSS Big Band aus Seulberg – ein beeindruckendes Konzert.
Neu-Anspach. 

Swing und Jazz in flotten Interpretationen – die mehr als 300 Besucher des großen Konzertes von Voices Unlimited und der MSS Big Band bekamen für ihren Eintritt ein schwungvolles Konzert geboten. Und bei der Begeisterung, die von Sängern und Orchester ausging, blieb wohl auch kein Zuhörer ganz ruhig auf seinem Stuhl sitzen. Viele konnten gar nicht anders, als impulsiv mitzuklatschen, zu schnipsen und zu wippen. Und am Ende durften die beiden Ensembles erst nach einer Zugabe von der Bühne, bei der sie mit Standing Ovations geehrt wurden.

Doch zurück zum Anfang: Eine Sandkastenbekanntschaft, eine Ehe zwischen einer Sängerin und einem Orchestermitglied, eine berufliche Zusammenarbeit und die musikalische Nähe knüpften die Verbindungen zwischen dem Neu-Anspacher Chor und der Big Band. Warum also nicht beide Ensembles gemeinsam auftreten lassen, lautete dann die Idee, die vor rund einem Jahr geboren wurde. MSS-Big-Band-Dirigent Thorsten Mebus erinnerte sich noch gut daran. Sein erster Gedanke sei gewesen: "Der Chor hat es drauf, und wir müssen richtig viel arbeiten." So sei es dann auch gewesen, meinte er lachend. Die MSS Big Band probte also fleißig in ihrem Übungsraum in Seulberg, Voices Unlimited in Neu-Anspach.

Nur drei gemeinsame Proben

Dreimal trafen sie sich zum "Feintuning". Am Samstag fand die Generalprobe im Bürgerhaus statt, und das war für beide Dirigenten ein besonderes Ereignis. Denn dabei hörten sie zum ersten Mal, wie die Lieder im großen Saal klingen. Nun war noch die Technik gefragt, denn eine Big Band mit 21 Mitgliedern ist laut. Der Chor mit seinen 34 Mitgliedern ist zwar auch nicht gerade schwach bei Stimme, aber um eine ausgewogene Akustik zu erzeugen, brauchte es eine gute Mischung. Dafür sorgte Tontechniker Oliver Klostermann. Dann konnte das Konzert beginnen.

"Let Me Entertain You" hieß der vielversprechende Titel, mit dem Orchester und Chor das Konzert eröffneten. Und beim "Sing, Sing, Sing" griffen die Voices dann den Titel der Veranstaltung auf: Because wie s(w)ing. Die Begleitung am Klavier spielte Hanno Lotz. Den musikalischen Titel "Because We Sing" interpretierten sie später gemeinsam mit der Big Band. Singen schien für die Frauen und Männer auf der Bühne nicht nur Kunst zu sein, sondern auch wohlklingendes Lebensgefühl. Der Schwung und die vor Freude sprühenden Ton-Funken sprangen jedenfalls schnell auf das Publikum über. "Fever" in der einzigartigen Interpretation des Chores war neben vielen herausragenden Stücken ein Höhepunkt, der mit besonders überschwänglichem Applaus belohnt wurde.

Die Musiker der MSS Big Band griffen diese Freude auf und legten ihrerseits einen fetzigen Swing- und Jazz-Teppich in den großen Saal des Bürgerhauses. Doch nicht nur instrumental, sondern auch mit Gesang konnte die Seulberger Band aufwarten. Bei dem modernen "A Night Like This" übernahm Sängerin Clarissa Lotz die Melodie, während Horst Schilling unter anderem "Bad Leroy Brown" zum Besten gab und Christoph Panteur beim "Jumpin East Of Java" das Klavier verließ und das Mikro in die Hand nahm. Einzeln und gemeinsam brachten Chor und Band eine Leistung, die beeindruckend war. Und mit der Zugabe "In The Mood" entließen die beiden Ensembles ihre Zuhörer, die sicher hofften, dass es vielleicht eine Neuauflage dieses Konzertes geben wird.

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