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Charleston-Elemente, volkstümliche Melodien und barock anmutende Klänge

Das "Main Trio" gastierte im Alten Rathaus Burgholzhausen im Rahmen der Konzertreihe "miniature".
Burgholzhausen. 

Im vergangenen Jahr starteten die Mitglieder des Vereins "Altes Rathaus Burgholzhausen" ihre Konzertreihe "miniature". Am Sonntag gastierte das "Main Trio". "Miniature, weil wir hier den Künstlern auf die Finger schauen können", spielte Dr. Detlef Bauer, stellvertretender Vorsitzender und PR-Verantwortlicher, auf den zwar überschaubaren, aber dafür umso eleganteren Veranstaltungsraum an.

Die Konzertreihe, die eine Kooperation zwischen dem Rathaus-Verein und der "Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt" ist, bietet zum einen den Besuchern die Möglichkeit der direkten Auseinandersetzung mit den jungen Künstlern, die größtenteils noch am Anfang ihrer Karriere stehen, aber auch die Künstler können auf diese Weise ihre Konzerterfahrungen ausbauen.

Einprägsame Fugen

Doch zurück zu den drei jungen Musikerinnen, der Klarinettistin Julia Gauly, der Oboistin Lisa Bergmann und der Fagottistin Kathrin Mayer, die zusammen das "Main Trio" bilden. Sie spielten hauptsächlich Stücke, die für "Trio D’Anches" (Rohrblatt-Trio) komponiert beziehungsweise dafür bearbeitet wurden. Der Name geht auf den Fagottisten und Musikpädagogen Fernand Oubradous (1903-1986) zurück, der in den 1920er Jahren in Paris das "Trio D’Anches de Paris", bestehend aus Fagottist, Klarinettist und Oboist, gegründet hatte. Die Besucher kamen in den Genuss von Wolfgang Amadeus Mozarts "Divertimento No. 4 in B-Dur". Und sie konnten sich mehreren kurzen aber einprägsamen Fugen aus Johann Sebastian Bachs "Wohltemperierten Klavier" hingeben, die von Klaus Winkler für Bläsertrios bearbeitet worden sind.

Außerdem interpretierte das "Main Trio" die "Suite pour Trio d’Anches", von Alexandre Tansman (1897-1986), "Divertissement" von Erwin Schulhoff (1894-1942) und Jaques Iberts "Cinq pièces en Trio". Am extravagantesten und erquickendsten waren die Kompositionen Schulhoffs, die die musikalische Experimentierfreudigkeit des gebürtigen Tschechen widerspiegelten: So standen jazzige Elemente des Charleston, volkstümliche Melodien, neoklassizistische und barock anmutende Klänge nebeneinander. Stimmungsausgeglichener hingegen erschienen die fünf Sätze Iberts und auch Tansmanns Suite, deren gezeichnete Stimmungen zwischen Instrumentendialog, mokierenden, spitzen Tönen, brummendem Fagott und ausgleichender Klarinette und Oboe hin- und herwechselten. Das nächste Konzert findet am Sonntag, 21. April, mit dem Duo Abalna (Flöte und Harfe) statt.

Mehr Informationen zum Verein Altes Rathaus und zu den Veranstaltungen finden sich auf: www.altes-rathaus-burgholzhausen.de

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