Die Lautesten sind keine Mehrheit

(49) arbeitet bei Lufthansa Cargo. Er trägt die gelbe Schutzweste mit dem Namens-Aufdruck seines Arbeitgebers. Dieser, die Cargo, hat enorme Zusatzkosten wegen des Nachtflugverbots, das gerichtlich
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(49) arbeitet bei Lufthansa Cargo. Er trägt die gelbe Schutzweste mit dem Namens-Aufdruck seines Arbeitgebers. Dieser, die Cargo, hat enorme Zusatzkosten wegen des Nachtflugverbots, das gerichtlich vorläufig durchgesetzt worden ist. "Die Gegner verkürzen die Diskussion", klagt Cypra, "und tun so, als ob der Nachtflug etwas mit der neuen Bahn zu tun habe." Früher habe es 70 Nachtflüge gegeben, heute sollten es nur noch 17 sein. Auf die könne sein Arbeitgeber aber nicht verzichten. Cypra: "Ich demonstriere hier, weil wir den Gegnern nicht das Wort überlassen dürfen." Cargo-Leute müssten klarmachen, um was es gehe. "Das ist wie mit Stuttgart 21. Nicht die, die am lautesten schreien, haben am Ende Recht." Stefan Cypra wohnt in Kelsterbach. Unter Fluglärm leidet er nach eigenen Angaben dort nicht. Nach seinem Dienst ist er gestern mitgefahren nach Frankfurt auf die Demonstration. "Das ist völlig freiwillig. Man muss für etwas einstehen", sagt er. Verständnis für Kritiker der Landebahn hat Stefan Cypra nur wenig. "Es ist jetzt in Flörsheim laut. Aber es ist nicht lauter, als es in Raunheim schon immer gewesen ist."

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