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Dienstwagen für den Hospizdienst

Dank einer Spende der Bad Homburger Gertrud-May-Kofler-Stiftung hat der Hospizdienst jetzt ein Dienstfahrzeug.
Freuen sich über den neuen Wagen für den für Hospizverein. Direkt am Auto von links: Bürgermeister Horst Burghardt, Theresa Weil, Anja Born,Helga Dittrich und Norbert Blöser.	Foto: Reichwein Freuen sich über den neuen Wagen für den für Hospizverein. Direkt am Auto von links: Bürgermeister Horst Burghardt, Theresa Weil, Anja Born,Helga Dittrich und Norbert Blöser. Foto: Reichwein

Der weiße Twingo, auf dem das Logo des Hospizdienstes bestens zur Geltung kommt, macht den Arbeitsalltag von Anja Born leichter. "Bisher musste unsere Koordinatorin und Hospizfachkraft sich zu den Familien, die sie berät, entweder fahren lassen, zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren", erklärte Christine Doll, Vorstandsmitglied des Vereins Hospizdienst Friedrichsdorf. "Jetzt können wir dank unseres Dienstwagens die Menschen, für die wir da sein wollen, noch schneller erreichen." Doll war zur Fahrzeugübergabe auf den Parkplatz hinter dem Gebäude in der Professor-Wagner-Straße gekommen, in dem der Hospizdienst sein Büro hat.

Die Bad Homburger Gertrud-May-Kofler-Stiftung hat dem Hospizdienst das Geld zur Anschaffung des Fahrzeugs zur Verfügung gestellt. "Unser Dank gilt der Stiftung und auch dem Friedrichsdorfer Autohaus Weil, das uns beim Preis des Wagens entgegenkommen ist", so Doll.

"Die Fahrzeugübergabe ist für uns ein Symbol für die notwendige Professionalisierung eines Vereins, der nach wie vor von seinen ehrenamtlichen Hospizhelfern getragen wird", betonte Professor Dr. Almut Seidel, Vorsitzende des Hospizdienst Friedrichsdorf. Zur Übergabe zog Hospizfachkraft Anja Born gemeinsam mit Helga Dittrich von der Gertrud-May-Kofler-Stiftung die Schleife, mit der das Auto symbolisch verpackt war, auf.

Bürgermeister Horst Burghardt (Grüne), beglückwünschte den Verein zum Wagen. Zudem betonte der Rathauschef, dass die Stadt hinter dem Hospizdienst stehe. Was ihn freue sei die Tatsache, dass der Hospizdienst in Zeiten klammer Kassen verantwortungsbewusst auf den in Aussicht gestellten städtischen Zuschuss für das laufende Jahr 2011 verzichtet habe. "Das haben wir gemacht, weil wir in diesem Jahr dank großzügiger Spenden ganz gut aufgestellt sind. Wie die Lage 2012 ist, wissen wir noch nicht, denn dann sind wir auf neue Spende angewiesen", sagte Doll.

Ehrenamtlich

Spenden sind ganz entscheidend für die Arbeit des Vereins: "Nur allein mit den Mitgliedsbeiträgen können wir unsere Kosten nicht decken", erläuterte Doll. Mit den Spenden wird beispielsweise die Halbtagsstelle von Anja Born als Palliative-Care-Fachkraft und Koordinatorin finanziert. Kosten verursacht auch die einjährige Ausbildung der ehrenamtlichen Hospizhelfer.

"Diese Ausbildung wird mittlerweile für den Hochtaunuskreis zentral in Bad Homburg von der dortigen Hospizpfarrerin, Helgard Kündiger, organisiert", erklärte Doll. Auch die monatliche Supervision und die regelmäßige und notwendige Weiterbildung der Ehrenamtlichen kostet Geld. Ein weiterer Kostenpunkt ist die Miete für das Büro, das 2010 als öffentliche Anlaufstelle für Ratsuchende eröffnet wurde.

"Koordinatorin Anja Born ist die Anlaufstelle für Patienten und deren Angehörige, Krankenhaus, Ärzte, und Ehrenamtliche, öffentliche Arbeitskreise und Behörden, aber sie ist auch diejenige, die die Erstbesuche bei Patienten unternimmt", schilderte Doll.

"Zweck des Erstbesuchs ist eine Bestandsaufnahme der Bedürfnisse des Patienten und eventuell eine Beratung über mögliche palliative Therapien." Born gibt zudem Hilfestellung bei Anträgen auf Haushaltshilfen und Pflege. "Die Koordinatorin kontaktiert dann einen Ehrenamtlichen, der die regelmäßigen Besuche beim Patienten aufnimmt. Die Leistungen sind für den Patienten unentgeltlich."

Derzeit stehen 17 ehrenamtliche Hospizhelfer in Friedrichsdorf zur Verfügung. "Wir suchen aber noch Hospizhelfer", sagte Doll. Wer Interesse hat, kann sich beim Hospizdienst unter Telefon (0 61 72) 2 85 00 44 melden.ksp

(Katja Schuricht)
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