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Edle Schönheit mit Nebenwirkungen

Von Sie sind unsere Weggefährten – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn wer in diesen Wochen einmal einen Spaziergang durch Feld und Flur macht, der kommt an Blumen und Kräutern vorbei, ohne zu wissen, was da eigentlich wächst. Kräutermarie Ursula Maria Buddeus begleitet uns durch den Sommer und stellt uns die vielen Heilkräuter und Heilpflanzen einmal genauer vor. Heute: Rosen.
So sollten Rosenblätter geerntet werden: Es werden nur die mitgenommen, die bei leichter Berührung von alleine in die Papierbox fallen. Foto: Konder So sollten Rosenblätter geerntet werden: Es werden nur die mitgenommen, die bei leichter Berührung von alleine in die Papierbox fallen. Foto: Konder
Usinger Land. 

Es waren einmal ein König und eine Königin. Die wünschten sich so sehr ein Kind, doch die Königin wurde einfach nicht schwanger. Bis eines Tages ein Frosch ans Land kroch und der Königin versprach: "Du wirst eine Tochter gebären."

Nein, dies ist nicht das Märchen vom Froschkönig, sondern die Geschichte von Dornröschen, das von der 13. Fee verflucht wurde, sich an einer Spindel zu stechen und tot umzufallen. Gottlob hatte die 12. Fee noch gute Wünsche frei, und so milderte sie den Spruch ab: Dornröschen schlafe 100 Jahr. Und Dornröschen schlief – hinter einer Dornenhecke mit wunderschönen Blumen, einer Rosenhecke.

Immer wieder spielen Pflanzen in Märchen und Sagen eine Rolle, gelten sie als Orakel- und sogar Zauberpflanzen. Und der Rose – als Königin der Blume – kam schon immer eine besondere Bedeutung zu. Sie stehen als Zeichen der Liebe und der Reinheit. Seit dem Altertum galt die weiße Rose auch als ein Zeichen der Verschwiegenheit. Was sub rosa – unter der Rose – gesprochen wurde, galt als streng vertraulich. Ab dem Mittelalter waren daher auch auf vielen Beichtstühlen Rosen eingeschnitzt.

Bereits im 11. Jahrhundert wird die schöne Blume zum Symbol der himmlischen Liebe und zum Attribut Marias, der Mutter Jesu. Die Rose ist das Zeichen der Vergebung, und sie steht ebenso für den Opfertod der Märtyrer. Einer Legende nach überreichte Maria dem heiligen Dominikus eine Gebetsschnur und lehrte ihm den Umgang damit. Im Jahr 1208 erhielt die Gebetsschnur den Namen "Rosenkranz".

Auch wenn die in der Natur wachsende Heckenrose Hundsrose heißt, schmälert dies kaum ihre Schönheit. Und schon gar nicht ihre Wirksamkeit. Der Duft der Rosen wirkt auf das Gemüt aufhellend und wird daher bei Depressionen genutzt. Zudem wirken ihre Inhaltstoffe schwach abführend, harn- und schweißtreibend.

"Wer Rosen in der Natur ernten will, der sollte sie schonend sammeln", sagt die Kräutermarie und empfiehlt, nur die Blütenblätter zu sammeln, die beim Schütteln des Blütenkopfes von alleine abfallen. "Wer die Blütenköpfe rabiat abreißt, nimmt den Bienen die Möglichkeit, die Pflanze noch zu bestäuben", so die Kräuterfachfrau. "Und er raubt sich dadurch selbst die Möglichkeit, im Herbst Hagebutten zu ernten."

Blütenblätter werden bei trockenem Wetter geerntet. Am besten sollten die Blätter gleich in einen Karton fallen, ohne dass sie angefasst werden, rät die Kräutermarie. Grund: "Mit jeder Knickstelle gehen ätherische Öle verloren." Auch während der Trocknung – dünne Lagen und an einer etwas zugigen Stelle im Schatten – sollte die Ernte nur gerüttelt werden.

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