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Ein Abschied nicht nach Maß

Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) muss sich gestern wie an einem gebrauchten Tag gefühlt haben. SPD-Oppositionschef Klaus Oesterling nutzte die Haushaltsdebatte, um Roths missglückte Nachfolgeregelungen zu thematisieren.

Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) muss sich gestern wie an einem gebrauchten Tag gefühlt haben. SPD-Oppositionschef Klaus Oesterling nutzte die Haushaltsdebatte, um Roths missglückte Nachfolgeregelungen zu thematisieren. Anstatt ihres Parteifreundes Boris Rhein wurde der SPD-Bewerber Peter Feldmann zum neuen Oberbürgermeister gewählt. Dabei hatte Roth extra auf ein Jahr ihrer Amtszeit verzichtet, um Rhein bessere Startchancen zu verschaffen. Kürzlich hatte sie in der NDR-Talkshow den mangelnden Machtwillen von Uwe Becker und Rhein für die missglückte Nachfolgeregelung verantwortlich gemacht. Dafür musste sich Roth bei ihrer letzten Arbeitssitzung im Römer deutliche Worte anhören.

Es sei die schlechte Finanzsituation gewesen, die zu Roths frühzeitigem Rücktritt geführt habe, sagte Oesterling. Roth habe eine glänzende Figur gemacht, als auf dem Kapitänsdeck die Sonne schien. Als das nicht mehr der Fall gewesen sei, "ist Roth als erste von Bord gegangen", sagte Oesterling. Bei diesen Worten sank Roth sichtlich in sich zusammen.

Aber es kam noch dicker für sie. "Sie hinterlassen ein leck geschlagenes Schiff und eine orientierungslose Mannschaft", warf Oesterling Roth vor. Vor allem die Steuerbordseite sei beschädigt, die Backbordseite sei etwas besser, auf jeden Fall habe das Schiff Schlagseite. Bei diesen Worten wurde die OB sichtlich blass. Sie hat sicher schon schönere Stunden im Römer erlebt als diese Haushaltssitzung. tre / Foto: Rüffer

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