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Ein neuer Kick für die Freundschaft

Von Braucht Königstein wirklich noch eine Partnerstadt? Was vor acht Jahren skeptisch diskutiert wurde, steht heute außer Frage: Die Partnerschaft mit Kórnik ergänzt die europäischen Kontakte der Kurstadt ideal. Davon zeugte auch die jüngste Reise einer Königsteiner Delegation nach Polen.
Taunus trifft Tatra: Bürgermeister Leonhard Helm gelang dieser Schnappschuss, der Burgfräulein Lisa I. und ihren Junker Alexander eingerahmt von zwei gestanden Mannsbildern aus dem polnischen Teil der Tatra zeigt. Taunus trifft Tatra: Bürgermeister Leonhard Helm gelang dieser Schnappschuss, der Burgfräulein Lisa I. und ihren Junker Alexander eingerahmt von zwei gestanden Mannsbildern aus dem polnischen Teil der Tatra zeigt.
Königstein/Kórnik. 

Die noch junge Städtepartnerschaft zwischen Königstein und Kórnik bekommt in wenigen Wochen im besten Wortsinn einen neuen Kick. Vom 13. bis 18. Juni nämlich werden 43 Nachwuchsfußballer aus der westpolnischen Partnerstadt in den Taunus reisen, um dort auf Einladung des FC-TSG Königstein an einem großen Turnier teilzunehmen. Die Vorfreude auf beiden Seiten ist groß, die Weichen zum Besuch der Nachwuchskicker wurden jetzt beim Besuch einer Königsteiner Delegation in Kórnik gestellt.

„Trainer, Betreuer und einige Familienangehörige eingerechnet, erwarten wir 58 Gäste, die in Zelten des Roten Kreuzes im Umfeld des Sportplatzes campen sollen“, gab Klaus Schwope, der Vorsitzende des Königsteiner Partnerschaftsvereins, gestern einen ersten Einblick in die Vorplanungen.

Gerade erst aus Polen zurückgekehrt, verband Schwope damit die Hoffnung, dass der Wettergott Mitte Juni doch etwas mehr aufseiten der deutsch-polnischen Freundschaft stehen wird, als er das beim jüngsten Besuch der Königsteiner in Kórnik getan hat.

So gerne die Kurstädter mit ihren herzlichen polnischen Gastgebern auch alles teilen - das schlechte Wetter hätten die 30 Besucher aus dem Taunus lieber für sich behalten und hinter sich gelassen, als sie am Freitag vergangener Woche die Grenze nach Polen überschritten. Doch da spielte Petrus nicht mit.

Der schickte die Regenwolken gleich hinterher und ließ sie just zum großen „Fest der Weißen Dame“ über Kórnik abregnen. Ein feuchter Schlag ins Kontor der polnischen Freunde, für die die Feier und Kür ihrer „Weißen Dame“ in der Bedeutung vergleichbar ist mit dem Königsteiner Burgfest und der Krönung des Burgfräuleins. Die gute Laune und ihre Gastfreundschaft ließen sich die Menschen in Kórnik davon jedoch nicht trüben, wie Klaus Schwope und Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) nach ihrer Rückkehr unisono betonten.

„Allein die jungen Damen, die sich am Samstag für die lokale Vorentscheidung zur Wahl der Miss Polen schick gemacht hatten, konnten einem schon leid tun“, erzählte Rathauschef Helm gestern rückblickend. Da konnte Königsteins Burgfräulein Lisa I. von Glück reden, dass ihr Samtkleid zwar etwas schwerer, aber sicher auch wärmer ausfiel. Wie bereits ihre Amtsvorgängerinnen war auch die amtierende Lieblichkeit ein beliebtes Fotomotiv und eine hervorragende Botschafterin für die Kurstadt. Sehr zur Freude „ihres“ Bürgermeisters. Helm: „Es sind die persönlichen Eindrücke und Begegnungen, die das Interesse am jeweils anderen fördern und unsere Freundschaft stark machen.“

Während für den Königsteiner Rathauschef das Gastspiel in Westpolen schon nach dem Wochenende endete, ging es für das Gros der Taunus-Delegation im Anschluss an den Besuch in Kórnik noch für einige Tage weiter nach Warschau.

Für Klaus Schwope und seine Mitstreiter sind solche Touren zu anderen Orten in Polen wichtige Bestandteile bei der Pflege der Freundschaft zu Kórnik, geben sie den Besuchern aus dem Taunus doch Gelegenheit, Land und Leute noch besser kennen und vor allem verstehen zu lernen.

Wie hoch die Pflege der kommunalen Freundschaft zwischen den beiden Nachbarländern im Kurs steht, dokumentierte die Art, wie die Delegation aus dem Taunus in der polnischen Hauptstadt empfangen wurde. In Begleitung von Generalkonsulin Elzbieta Sobótka ging es nicht nur zum Besuch des Parlaments - des Sejm - und dort zum Treffen mit einem Abgeordneten, sondern darüber hinaus auch in die Deutsche Botschaft.

Botschafter Rüdiger Freiherr von Fritsch nahm die Königsteiner höchstselbst in Empfang und lobte sie für ihr Engagement im Dienste der deutsch-polnischen Freundschaft.

 

Partnerschaft lebt

 

Um die voranzubringen, das weiß auch Klaus Schwope, bedarf es möglichst vieler Menschen auf beiden Seiten, die sich für die gemeinsame Sache engagieren. Entsprechend froh ist der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, dass auch dieses Mal wieder einige Teilnehmer der Königsteiner Delegation ihre Polen-Premiere feiern konnten. Aus den durchweg positiven Reaktionen schließt Schwope, dass es der erste, aber nicht der letzte Besuch bei den östlichen Nachbarn gewesen sein dürfte.

Dass die ihrerseits gerne in den Taunus kommen - dafür, so der Vereinsvorsitzende, spreche nicht nur das große Interesse der Nachwuchsfußballer aus Kórnik am Fußballturnier in wenigen Wochen, sondern auch der bereits fixierte Besuch einer polnischen Delegation beim Königsteiner Burgfest. Neben einer Abordnung von politischen Amtsträgern werden auch der Kinderchor aus Kórnik sowie eine Gruppe der Schützen vom 23. bis 26. August in der Kurstadt erwartet.

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