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Eine Ampel weniger

Von Während die SPD noch zögert, bekräftigt OB Korwisi seine ablehnende Haltung zum PPR-Tunnel – und präsentiert weitere Vorschläge, wie der Verkehrsfluss an der vielbefahrenen Kreuzung verbessert werden kann. Von Marc Kolbe
Die kleine Fußgängerampel am Kälberstücksweg lässt den Verkehr auf der Hohemarkstraße oft ins Stocken geraten. Experten raten, die Ampel abzuschaffen und durch eine Brücke zu ersetzen.	Foto: Priedemuth Die kleine Fußgängerampel am Kälberstücksweg lässt den Verkehr auf der Hohemarkstraße oft ins Stocken geraten. Experten raten, die Ampel abzuschaffen und durch eine Brücke zu ersetzen. Foto: Priedemuth
Bad Homburg. 

Noch ist die Entscheidung im Bündnis nicht gefallen: Steht der PPR-Tunnel zum Abschuss frei oder nicht. Ein Treffen der Bündnis-Granden am Dienstagabend verlief ohne Ergebnis. "Wir sind noch am Prüfen", erklärt SPD-Chefin Elke Barth. An ihrer Fraktion hängt die Entscheidung. Grüne, BLB und NHU haben bereits signalisiert, einem FDP-Antrag zustimmen zu wollen, der das Ende des Planfeststellungsverfahren für den PPR-Tunnel fordert. Die SPD steckt in einem Dilemma, da die Genossen auf Kreisebene Tunnel-Befürworter sind.

Barth: "Wir suchen nach einem gangbaren Weg für alle." Sie möchte die Entscheidung nicht über die Köpfe der Fraktion treffen. Also wird die SPD die Tunnel-Frage am kommenden Montag noch mal intern diskutieren. "Die Entscheidung wird erst kurz vor der Stadtverordnetenversammlung am 8. November fallen", glaubt Barth. Könnte der Tunnel gar zum Stolperstein fürs Bündnis werden? "Aus meiner Sicht nicht", sagt Barth.

Das glaubt auch Armin Johnert. Gleichwohl könnte sich der Fraktionschef der BLB vorstellen, dass seine Fraktion dem FDP-Antrag so oder so zustimmen wird. "Jeder weiß doch, dass der Tunnel ohnehin nie kommen wird", so Johnert.

OB Michael Korwisi (Grüne) hat im Bau- und Planungsausschuss am Dienstagabend noch mal betont, was er kürzlich schon gegenüber der TZ gesagt hatte: "Es ist Zeit, das Kapitel zu schließen." Unterfüttert hat der OB seine Meinung mit neuen Erkenntnissen aus der jüngsten Verkehrszählung. Demnach sei nicht die Kreuzung das Problem auf der Saalburgchaussee, sondern vor allem die Kuppe. Diese Stelle müssten in den morgendlichen Spitzen rund 1900 Autos passieren, allerdings verkrafte die Kuppe nur etwa 1300 Fahrzeuge. Das Gleiche gelte für den Abend, nur in umgekehrter Richtung. "Der Tunnel würde also nicht für eine kürzere Fahrtzeit sorgen", so der OB. Das ginge nur bei einem vierspurigen Ausbau. Korwisi: "Zur Not müssen wir hier an vier Stunden am Tag mit einer erhöhten Verkehrsdichte leben."Doch Korwisi hatte auch – aus seiner Sicht – gute Neuigkeiten: Die Verkehrsexperten hätten weitere Verbesserungsvorschläge für die Durchlässigkeit der PPR-Kreuzung gemacht, die die Stadt jetzt prüfen und gegebenenfalls umsetzen will:

Vorschlag 1: Von Dornholzhausen könnten künftig zwei Spuren gerade aus führen. die Linksabbieger Richtung Saalburg würden auf der linken Spur mitlaufen.

Vorschlag 2: Aus Richtung Oberursel kommend in Richtung Saalburg zwei Geradeaus-Spuren einrichten.

Vorschlag 3: Die Rechtsabbiegerspur von der Innenstadt in Richtung Saalburg könnte verlängert werden, indem man eine Ausbuchtung des Gehweges an der Saalburg beseitigt. So müssten sich Rechtsabbieger nicht hinter dem Rückstau der Verkehrsteilnehmer anstellen, die geradeaus in Richtung Dornholzhausen fahren wollen.

Vorschlag 4: Die Fußgängerampel am Kälberstücksweg abbauen oder eventuell an dieser Stelle eine Fußgängerbrücke errichten.

Vor allem der letzte Punkt könnte von Bedeutung sein, da sich kurz vor der Ampel drei Spuren (zwei Geradeausspuren Saalburg Richtung Oberursel und die Rechtsabbieger aus Dornholzhausen) zu einer verjüngen.

Die Stadt will demnächst eine Befragung der Fußgänger vornehmen.

Denn Korwisi könnte sich auch vorstellen, dass der Übergang für Fußgänger generell nach unten an die PPR-Kreuzung verlegt wird.

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