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Er ist auch ein toller Maler

Von Als Architekt ist Helmut Barth vielen Menschen bekannt. Von einer anderen Seite zeigt sich der Dorfweiler derzeit in Bad Homburg.
Helmut Barth malt am liebsten an seinem Schreibtisch. Foto: evk Helmut Barth malt am liebsten an seinem Schreibtisch. Foto: evk
Dorfweil. 

Was haben ein Schiller-Porträt, Aquarelle und zahlreiche private und öffentliche Gebäude gemeinsam? Bilder und Bauentwürfe stammen aus einer Feder. Der Dorfweiler Architekt Helmut Barth zeigt noch bis zum kommenden Freitag seine Bilder in der Schalterhalle der Volksbank in Bad Homburg und sich dabei von einer ganz anderen Seite.

Sein Talent sei schon als Kind entdeckt worden, erzählt der gebürtige Dorfweiler und zeigt das gerahmte Porträt des großen deutschen Dichters, den er als Bub in der Schule gezeichnet hat. Doch der brotlosen Kunst sollte er sich nicht verschreiben, vielmehr seine Gabe für einen handfesten Beruf nutzen. Barths Vater und Großvater waren Zimmermänner, er selbst absolvierte eine Lehre als Bauzeichner und schloss nach dem Besuch der Staatsbauschule in Frankfurt als Jüngster in seinem Semester das Examen als Bauingenieur ab. Nach 30 Jahren Berufserfahrung machte er sich 1992 selbstständig. Inzwischen ist sein Sohn Harald in seine Fußstapfen getreten und Barth kann sich intensiver der Malerei widmen.

Den Anstoß hatte bereits 1983 seine Frau Lieselotte gegeben, die sich Bilder für die kahlen Wände im Haus wünschte und leichtfertig meinte, er habe doch ein Auge und ein Händchen für so etwas. Drei Jahre lang lernte er an der Volkshochschule bei Professor Hem Schüppel zeichnen und skizzieren sowie bevorzugt den Umgang mit Aquarell- und Pastellfarben. Aus eher praktischen Gründen konzentrierte er sich auf die Aquarellmalerei, denn er malte anfangs ausschließlich im Urlaub, und da war nicht nur das Mitnehmen der Staffelei hinderlich. "Stellen Sie sich mal den Gestank von Ölfarben im Hotelzimmer vor", stellt er augenzwinkernd fest.

Schnell entwickelte er seinen eigenen Stil, und bereits 1987 durfte Barth den offiziellen Kalender des Hochtaunuskreises gestalten. Bei einem Wettbewerb in Frankfurt gehörte er zu den 100 aus 1200 Bewerbern ausgewählten Künstlern, die bei einem Straßenfest in Sachsenhausen malen und ausstellen durften. "Der Verkauf meiner Bilder war immer eine Bestätigung für mich", gesteht er.

Perspektive liegt ihm

Doch was macht nun einen echten Barth aus? "In allen Bildern habe ich irgendwie den Architekten drin, Perspektive liegt mir eben", stellt der Künstler fest, der stets gegenständliche Werke schafft. Doch das ist längst nicht alles. Ob Dorf- und Stadtansichten, mediterrane Motive oder sein Blick auf den heimischen Seerosenteich – seine Bilder offenbaren, wie klar er Dinge in ihrer Gesamtheit erfasst. Detailtreue, aber auch die Kunst des Weglassens prägen seine Darstellungen.

Skizzenbuch und Fotoapparat führt er immer mit sich. Duftig leichte Aquarelle, in denen Farben wie in einem Nebel zusammenfließen, sind seine Sache nicht. Barth zieht am Schluss immer die Linien, die er vor dem Auftragen der Farben angelegt hat, mit einem schwarzen Stift nach. Dadurch verleiht er seinen Bildern die charakteristische Schärfe.

Für seine erste Einzelausstellung hat Barth 18 Bilder ausgesucht mit Urlaubserinnerungen sowie Motiven aus Bad Homburg.

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