E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 27°C

Es war wieder tierisch was los

Bei strahlendem Sonnenschein strömten die Homburger und auswärtige Gäste in Scharen über den diesjährigen Erntedankmarkt. Sie staunten über die Fülle an Äpfeln, Kürbisse und Pflaumen, die sich an den Ständen stapelten, und stärkten sich mit kulinarischen Köstlichkeiten oder heißen Maronen.
Eine klare Kamera-Sucht treibt diese neugierige Ziege vor die Linse. (Foto: Reichwein) Eine klare Kamera-Sucht treibt diese neugierige Ziege vor die Linse. (Foto: Reichwein)
Bad Homburg. 

Nebenerwerbslandwirt Markus Roth ist zufrieden. "In diesem Herbst werde ich etwa 200 Zentner Äpfel ernten können", schätzt der Obstbauer. Eine gute Ausbeute wie er findet. Noch hänge sie zwar an den Bäumen, doch in der kommenden Woche wolle er mit der Apfellese beginnen, erzählt er. "Bei mir dürfen sich die Äpfel eben noch an den letzten warmen Sonnenstrahlen erfreuen, denn ich ernte erst, wenn sie tatsächlich reif sind", erklärt Roth von der Rentmeistermühle am Platzenberg. Ab dem nächsten Wochenende wird er dann auch mit dem Keltern beginnen.

Im vergangenen Jahr hat Roth 50 Liter Obstbrand, 1500 Liter Apfelsaft, 2000 Liter Apfelwein und 2000 Liter Apfelsecco hergestellt. "Das besondere ist, dass wir ausschließlich das unbehandelte Obst verwenden, das wir auf unseren Wiesen anbauen", betont er. Und so sei das Obst so biologisch wie es die Natur eben zulasse, erklärt der passionierte Obstbauer.

Begonnen hat Roth mit der Herstellung von Obstbränden 1987 - allerdings nur für den Eigenbedarf. "Seit 2006 vertreiben wir die Obstbrände und -liköre, die wir in Darmstadt brennen lassen, offiziell", berichtet Roth. Pro Jahr legt der Landwirt zudem ein bis zwei neue Streuobstwiesen an, inzwischen auch bis tief in die Wetterau.

Wenige 100 Meter entfernt steht Maronenmeister Oliver Schneider. Seit 34 Jahren kommt er Jahr für Jahr mit seiner Maronenkanone zum Homburger Herbstmarkt. 150 Kilogramm Maronen hat er dieses Mal dabei. "Die Lieferung kommt frisch aus Norditalien. Dort sind die Maronen nämlich 14 Tage früher reif. In Deutschland fallen die ersten Esskastanien gerade erst von den Bäumen", erklärt Schneider. Auf Holzkohle backt Schneider seine Marroni in zwei Schubladen, bevor er sie in einem Vorratsbehältnis bis zum Verkauf warmhält. "Maronen müssen schön süß schmecken.

Die Qualität hat bei Marroni ihren Preis", weiß Schneider. Die Ernte ist in diesem Jahr gut ausgefallen, sagt der Kenner: "Es gab einen recht regnerischen Sommer, ideale Bedingungen." Der Tipp vom Maronenmeister Schneider: "Maronen kreuzweise einschneiden und bei 200 Grad 10 Minuten garen lassen." Das perfekte Essen für einen kalten, regnerischen Herbsttag, findet er.

Wenige Schritte entfernt steht Ulrich Seeger vom Johannishof und preist seine Waren an. Das besondere an seinem Stand: "Mit dem Kauf unserer Produkte unterstützen Sie die Tiere auf dem Johannishof, einem Gnadenhof für 250 Tiere", erklärt er.

1995 gründeten engagierte Tierschützer den Hof am Rande des Südspessarts. Sie machten es sich zur Aufgabe großen und kleinen, heimischen und exotischen Tieren einen Platz zu geben, sie zu achten und zu schätzen. "Darüber hinaus sorgen wir dafür, dass Flächen renaturiert werden, natürlicher Lebensraum für unsere Tiere geschaffen wird und Hecken für die Vogelbrut angelegt werden. Außerdem betreiben wir eine ganzjährige Vogelfütterung", sagt Seeger. Durch die ganzjährige Vogelfütterung könnten Populationen gestärkt werden und bedrohte Vogelarten wieder angesiedelt werden.

Wer sich über die Produkte, die Tiere oder über eine Patenschaft informieren möchte, kann dies unter www.heimat-fuer-tiere.de tun.

Zur Startseite Mehr aus Hochtaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse